Die »Vereinigte Polizeigewerkschaft« Spaniens (SUP) stellt sich vor ihre prügelnden Kollegen aus Valencia. Trotz der erdrückenden Beweise für das brutale Vorgehen der Beamten (siehe Video unten) behauptet die Berufsorganisation in einer Erklärung, die Polizei habe am vergangenen Donnerstag »logisch« gehandelt. Da die Schüler ihren spontanen Protest gegen die unzumutbaren Bedingungen in ihrer Bildungseinrichtung - bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt war die Heizung ausgestellt, weil die Behörden die Rechnung nicht bezahlten - nicht zuvor bei der Polizei angemeldet hätten, hätten die Beamten »die Jugendlichen mehrere Minuten lang beschützt, um zu verhindern, dass ein unaufmerksamer Autofahrer sie anfährt«. Anschliessend seien die Jugendlichen aufgefordert worden, die Fahrbahn zu verlassen und auf den Bürgersteig zu gehen. Alle anderslautenden Behauptungen in sozialen Netzwerken seien Propaganda im Stil von Hitlers Propagandaminister Goebbels.
Demgegenüber fühlt sich die Vereinigte Linke des Valencianischen Landes (EUPV) an die Zeiten der Franco-Diktatur erinnert. »Was in Valencia passiert, erinnert uns an den Franquismus und die Verfolgung der gegen die Diktatur gerichteten Studentenrevolten«, erklärt die 1951 geborene Juristin und EUPV-Vorsitzende Marga Sanz. Im Namen ihrer Partei hat sich bei der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen der Übergriffe auf die Jugendlichen erstattet.
Heute nachmittag sollen zudem unter anderem in Valencia, Alicante und Madrid Demonstrationen und Kundgebungen gegen die Polizei und für eine bessere Ausstattung des Bildungssystems stattfinden.