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»Die Polizei hat versucht, mit Gewalt unseren Willen zu brechen, sich dem Castor gewaltfrei in den Weg zu setzen. Anders als Polizeichef Friedrich Niehörster ankündigte, stand für die Polizei nicht die Gesundheit der Menschen im Vordergrund, sondern ein schnelles Freiräumen. Die 1.800 Blockierer blieben jederzeit besonnen und gewaltfrei«, erklärt die Kampagne X-tausendmal quer, deren Sitzblockade zwischen Dannenberg und Gorleben von den Beamten geräumt worden ist. 26,5 Stunden nach Beginn der friedlichen Aktion hatte die Polizei um 16 Uhr mit der Räumung begonnen. Von der Gorleben-Seite aus räumte die niedersächsische Polizei von Anfang an überzogen und völlig unverhältnismäßig. Nur wenige Blockierer wurden getragen, den meisten wurden Schmerzen zugefügt, damit sie selbst von der Straße gehen: Griffe in die Augen, Verdrehen von Handgelenk, Nase, Arm oder Fingern. Bundespolizisten warfen Aktivisten über einen 1,20 Meter hohen Zaun. Mehrere Verletzte wurden den Sanitätern übergeben mit Verdacht auf Rippen-, Arm- und Nasenbrüche, Es wurden mindestens 60 Quetschungen und Prellungen gezählt. Der Notarzt wies fünf Teilnehmer ins Krankenhaus ein, die Beamten liessen die Krankenwagen jedoch nicht zu den verletzten durch.
Die Kampagne vermutet, dass die Polizei Anweisung hatte, möglichst schnell die Straße freizubekommen, ohne Rücksicht auf die körperliche Unversehrtheit der Aktivisten. »Wir haben uns dem Castor-Transport in den Weg gesetzt, um zu verhindern, dass unrechtmäßig Atommüll eingelagert wird. Der Streit um die Atomenergie ist nicht polizeilich zu lösen. Der Konflikt braucht eine politische Lösung, die nur ein echter Ausstieg aus der Atomenergie sein kann. Der starke Widerstand in diesen Tagen hat bewiesen, dass der Konflikt nicht gelöst ist. Wir fordern, alle Atomkraftwerke abzuschalten und das marode Atommüll-Lager Gorleben endlich aufzugeben«, so X-tausendmal quer. An der Sitzblockade nahmen mehr als 1.800 Menschen teil. Sie hatte Sonntag gegen 13.30 Uhr begonnen.
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Kommentare
Fünfe gegen Einen, eine Chance hat er nicht
Er ist schon lange fertig, setzt sich nicht mehr zur Wehr
Doch sie treten immer wieder in den regungslosen Körper
Laß das Glotzen sein - greif ein
Braune Horden ziehen im Gleichschritt durch die Straßen
Hakenkreuze sprühen und dumme Rechte Phrasen
Sie schreien ihre Parolen, schüren Fremdenhass und Angst
Die Bullen stehen daneben doch sie machen nichts dagegen
Laß das Glotzen sein - greif ein
Ein neuer Tag in Deutschland, eine andere Deutsche Stadt
Hunderte von Leuten rufen: "Weg mit dem Nazi-Pack"
Es wird friedlich demonstriert doch die Bullen stören wieder
Jetzt greifen sie den Ersten und schlagen ihn nieder
Laß das Glotzen sein - greif ein
(Dritte Wahl "Greif ein")
Und damit mein ich nicht die Blockierer!