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Münsterländer AtomkraftgegnerInnen im Wendland: Solidarität mit dem Widerstand |
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Umwelt (GreenGlobe)
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Montag, den 28. November 2011 um 08:20 Uhr |
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Angesichts der entschlossenen, kreativen und vielfältigen Proteste im Wendland, die den Castor-Transport nach Gorleben erheblich verzögern, fordern die Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen auch in NRW eine neue Atommülldebatte. Die Urananreicherungsanlage Gronau produziere immer mehr Uranmüll, seit dem Sommer werde zudem ein gigantisches Uranmüll-Zwischenlager für 60.000 Tonnen Uranoxid gebaut.
In Ahaus und Jülich stehen in den Zwischenlagern Hunderte Castor-Behälter, an beiden Standorten lagert auch mittel- und schwachradioaktiver Atommüll. Die Atommüll-Konditionierungsanlage Duisburg-Wanheim arbeitet am Rande eines Wohngebietes. Dazu kommen die strahlenden Ruinen der Atomreaktoren in Jülich, Hamm und Würgassen. Und immer wieder wird Atommüll quer durchs Land gefahren.
»Die Atommüllproblematik ist auch im Münsterland und ganz NRW ein heißes Thema, das nicht unter den Teppich gekehrt werden darf. Klar ist jedoch, dass der Salzstock in Gorleben niemals zum zentralen Endlager für die bundesdeutschen Brennelemente und den Gronauer Uranmüll werden darf. Klar ist auch, dass das Endlagerprojekt Schacht Konrad nicht die notwendige Sicherheit für Zehntausende von Jahren gewährt – die Atommüllentsorgung in Deutschland ist gescheitert,« so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Am Samstag waren AtomkraftgegnerInnen aus dem Münsterland mit zwei Sonderbussen aus Münster und Greven zur Großdemo nach Dannenberg gefahren. Dort riefen sie auf den Kundgebungen zu Widerstand gegen den Weiterbetrieb der Urananreicherungsanlage Gronau und gegen die geplanten Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus auf. Zahlreiche AtomkraftgegnerInnen waren auch am Sonntag noch vor Ort und beteiligten sich an den diversen Protestaktionen.
»Wir wollen den Menschen im Wendland unsere Solidarität zeigen. Jeder weitere Castor soll Gorleben als Endlager-Standort zementieren, das ist nicht akzeptabel. Der lange Widerstandsatem der Bevölkerung im Wendland ist angesichts der jahrelangen Castor-Transporte bewundernswert. Zugleich kritisieren wir scharf das Vorgehen der Polizei, die bereits mit Wasserwerfern, Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Demonstranten vorging. Auch die aktuelle Einkesselung von bis zu 1500 DemonstrantInnen auf einer offenen Wiese über viele Stunden ist ein Skandal. Die Polizei sollte sich neutral und ruhig verhalten. Wir fordern die sofortige Freilassung sämtlicher Gefangener,« ergänzte Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.
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