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Schon wieder ein Störfall in der Gronauer Atomfabrik | Drucken |  E-Mail
Umwelt (GreenGlobe)
Dienstag, den 26. Juli 2011 um 11:13 Uhr

AKU GronauNach einem erneuten Störfall in der Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA) hat die örtliche Bürgerinitiative, der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, erneut die sofortige Stilllegung der bundesweit einzigartigen Atomfabrik gefordert: »Die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf muss dem Betreiberkonzern Urenco endlich alle Betriebsgenehmigungen entziehen. Es gibt immer häufiger Störfälle in der Anlage. Die Landesregierung muss endlich handeln!« Wie das NRW-Wirtschaftsministerium am Montag mitteilte, handelte es sich beim dem »meldepflichtigen Ereignis« um das Ansprechen der Störfalllüftung in der Urantrennanlage 1. Die automatische Auslösung sei über einen Alarm in der Raumluftüberwachung aktiviert worden, weil es eine »geringfügige Freisetzung von Uranhexafluorid aus einem Ventil, welches sich in einem Heizschrank befindet«, gegeben habe. Der Störfall habe sich bereits am vergangenen Samstag (23.Juli) um 0.41 Uhr ereignet, doch erst am Montagmorgen wurde das Düsseldorfer Wirtschaftsministerium als zuständige Genehmigungsbehörde über das Ereignis informiert.

Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau ist darüber empört, dass die NRW-Landesregierung nicht endlich mit harten Bandagen auf die häufigen Vorfälle in der Urananreicherungsanlage reagiert. Wieder einmal heißt es aus Düsseldorf nur lapidar, der Vorfall werde, »ebenso wie weitere meldepflichtige Ereignisse der letzten Monate, in die laufende umfassende Sicherheitsüberprüfung einbezogen«. Die Bürgerinitiative ist sich sicher: »Urenco lacht sich über derartige Reaktionen aus Düsseldorf kaputt. Egal was in der Anlage passiert, die Landesregierung lässt offenbar alles durchgehen, anstatt das Uranmonster zu schließen.«

Gemeinsam mit weiteren Initiativen und Verbänden wie dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, dem BBU, dem BUND, Gewerkschaften und Parteigliederungen will sich der AKU Gronau weiterhin und verstärkt für die sofortige Stillegung der Gronauer Urananreicherungsanlage und gegen den drohenden Bau eines Uranmüll-Lagers neben der UAA, sowie gegen die hochgefährlichen Urantransporte durch das Münsterland, durch ganz NRW und darüber hinaus, engagieren.


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