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DFG-VK tagt in Leipzig: „Von der Heldenstadt zur Stadt, aus der der Krieg in die Welt kommt“ |
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Friedensbewegung
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Sonntag, den 02. Oktober 2011 um 11:23 Uhr |
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Unter dem Motto „Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit! - Kriege beenden! Waffenhandel stoppen! Konflikte zivil lösen!“ hat am gestrigen Samstag in Leipzig der 18. Bundeskongress der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) begonnen. Die bereits 1892 gegründete und mit 4100 Mitgliedern größte pazifistische Organisation der Bundesrepublik muss dabei nach Aussage ihres Politischen Geschäftsführers Monty Schädel feststellen, dass Krieg wieder offiziell Mittel auch deutscher Außenpolitik ist. „Das bedeutet für die Antikriegs- und Friedensbewegung natürlich besondere Herausforderungen. Nach Jahrzehnten ohne direkte deutsche Kriegsbeteiligung ist Krieg jüngst auch für die deutschen Bevölkerung zunehmend normaler geworden. Doch Krieg ist nicht normal - Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit!“
Dass Kriege nicht nur direkt mit Soldaten unterstützt werden, macht die DFG-VK unter anderem dadurch deutlich, dass sie sich gegen den Waffenhandel aus Deutschland engagiert. Gemeinsam mit anderen Organisationen der Friedensbewegung hat sie deshalb jüngst eine Kampagne zum Stopp des Waffenhandels und zur Änderung des Grundgesetzes gestartet.
Wie Monty Schädel erklärt, ist die Wahl auf den Tagungsort Leipzig auch inhaltlich begründet: Nachdem die Einwohner Leipzigs 1989 mit ihrer Zivilcourage maßgeblich zum Ende der DDR beigetragen hätten, scheine heute die Zivilcourage verloren gegangen zu sein. „Über den Flughafen Leipzig wird der Nachschub für die Kriege in der Welt durch die D(eutsche)H(eeres)L(ogistik) abgewickelt und auch US-Truppen regelmäßig transportiert. Letzlich war auch der Verantwortliche des Massaker von Kundus vom 02.09.2009, Oberst Klein, in Leipzig stationiert. Der Widerstand gegen den Krieg und die Abwicklung von hier aus der historischen Stadt, ist jedoch sehr verhalten.“
Die DFG-VK wird ihren Protest gegen den Krieg deshalb am heutigen Sonntag auch auf die Straße Leipzigs bringen. „Der Krieg beginnt hier! Wir müssen ihn deshalb auch hier stoppen!“ sagte Schädel. Mit einer Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz machen die Kriegsgegner auf den 10. Jahrestag des Beginns des NATO-Krieges gegen Afghanistan und die aktuelle Rolle Leipzigs dabei aufmerksam machen.
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