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Gegen den Krieg: Protest im Hamburger Rathaus | Drucken |  E-Mail
Friedensbewegung
Sonntag, den 23. Januar 2011 um 13:13 Uhr

Demo gegen den Afghanistan-Krieg in Berlin-NeuköllnDie Verlängerung des Mandats für den Krieg in Afghanistan, wie es SPD, CDU, GRÜNE und FDP im Bundestag am 28. Januar 2011 beschließen wollen, bedeutet nach Ansicht der Friedensbewegung nichts anderes als die Fortsetzung des imperialistischen Kriegs, der entfesselten Gewalt und Zerstörung auf Kosten der afghanischen Bevölkerung und der Natur. In zahlreichen Städten wie Hamburg, Köln, Berlin und Stuttgart haben sich daher Bündnisse aus Friedensinitiativen und Antikriegsorganisationen zusammen getan, um gegen den anstehenden Parlamentsbeschluss zu protestieren.

Für den gestrigen Sonnabend rief das Hamburger Antimilitarismusbündnis, dem der Landesverband Hamburg der Linksjugend ['solid], die Sozialistische Linke (SoL), das Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP), die Rote Szene Hamburg und das Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V. angehören, zu einer Kundgebung auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz in der Innenstadt auf. Der Einladung folgten rund 80 Personen, die zahlreichen Redebeiträgen und Musik lauschten, während parallel an Infotischen über das Kriegstreiben informiert und z.T. hitzig debattiert wurde.

Während der Veranstaltung wurden vom angrenzenden Karstadt-Gebäude ein großflächiges Transparent mit der Aufschrift »No Nato. No War. No Capitalism« hinuntergelassen und Handzettel in die Fußgängermenge geworfen. Die Aktivisten trugen ihren Protest gegen die Kriegspolitik der NATO, an der sich auch Hamburg mit der Entsendung von Polizeibeamten beteiligt, spontan auch noch ins Rathaus. Im Foyer des Rathauses hielt die Kandidatin für die Hamburger Bürgerschaft der Partei Die Linke, Christin Bernhold, eine kurze Rede, in der sie ein Ende des Afghanistankriegs, den sofortigen Abzug der Bundeswehr und der deutschen Polizeieinheiten aus Afghanistan forderte. Für die Worte gab es von den anwesenden Touristen und Rathausbesuchern Szenenapplaus.

»Die Erfahrungen von zehn Jahren Besatzung und Krieg zeigen deutlich, dass nur die westlichen Staaten und ihre Konzerne vom Krieg in Afghanistan profitieren«, erklärte Christin Bernhold, die auch Pressesprecherin der Linksjugend ['solid] ist. »Für die afghanische Bevölkerung und die Natur«, so Bernhold weiter, »hat die NATO nur Elend, Tod und Zerstörung im Gepäck gehabt. Und auch wenn jetzt Vertreter der Bundesregierung und der NATO offiziell über Abzugstermine fabulieren, haben sie alle einmütig beteuert, dass auch nach einem Rückzug Soldaten weiter vor Ort bleiben und der Krieg weitergehen wird. Nur kämpfen dann Afghanen stellvertretend für die NATO und die EU.«

»Die NATO zieht ihre Truppen auch nicht von allein aus Afghanistan ab. Nur wenn sich die Menschen einer Fortsetzung des Kriegs in den Weg stellen, ist eine Veränderung möglich. Wir müssen unseren Protest und Widerstand überall entfachen: auf der Straße und in den Parlamenten. Auch Hamburg muss seine, wenn auch kleine Beteiligung am Afghanistankrieg beenden und die Polizeibeamten nach Hause holen«, forderte Bernhold.


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Kommentare 

 
-1 #2 2011-01-31 13:18
vielen Dank für den Hinweis Nadjibullah aber man kann ja von einer Bewegung die sich hinter Bergriffen wie Antiimperialism us usw. versteckt und lieber unter einer roten Diktatur leben möchte nichts anderes erwarten
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+1 #1 2011-01-28 16:24
Und von der deutschen Linken kein Wort dazu !

http://www.youtube.com/watch?v=QKWrTRw8fSE
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