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Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnet es als Skandal, dass die freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen zur Frauenförderung keine Folgen hat. Das tut sie mit Recht. Auf der anderen Seite stört sich Frau Merkel nicht an dem eklatanten Mangel an Frauen in politischen Entscheidungsfunktionen und Gremien. Allein die Tatsache, dass unter den 17 Wissenschaftlern der kürzlich besetzten Enquete-Kommission über Wohlstand keine einzige Frau ist, ist ein Skandal, der ihre Glaubwürdigkeit in Sachen Demokratie in Frage stellt. Die deutschen Politiker und Politikerinnen, die die nordafrikanische Demokratiebewegungen unterstützen, haben allen Grund, das eigene Demokratiedefizit aufzuarbeiten, denn ein Parlament, in dem Frauen nicht in allen politischen und ökonomischen Gremien entsprechend ihres Bevölkerungsanteils vertreten sind, ist nicht demokratisch. Frauen steht mindestens die Hälfte der politischen Macht und des gesellschaftlichen Reichtums zu. Und das ist eine bescheidene Forderung angesichts der Tatsache, dass Frauen zwei Drittel der gesellschaftlich notwendigen Arbeit unterbezahlt oder ganz umsonst leisten. Von einer gleichen Bezahlung für gleiche (Erwerbs-) Arbeit sind wir Deutschen weit entfernt – und sogar im europäischen Vergleich unter den Schlusslichtern!
Man muss nicht mal zwischen den Zeilen lesen, um festzustellen, dass es unserer Regierung nicht darum geht, Frauen von der unbezahlten und nachweislich diskriminierenden Hausarbeit zu entlasten und Männer stärker in die Familienpflicht zu nehmen: Im zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung heißt es, es solle KEINE „politische Wertung zum Ausdruck kommen, dass die Inanspruchnahme von Vereinbarkeitsmaßnahmen durch Männer - aufgrund der diesbezüglich derzeitig noch sehr ungleichen Verteilung zwischen Frauen und Männern – erwünschter ist als die von Frauen.“ Noch ein Skandal !
Frau Dr Angela Merkel ist eindeutig mehr am Erhalt der hierarchisch-patriarchalen Strukturen interessiert als an einer demokratischen Gesellschaftsordnung.
Auch die zunehmende Frauenarmut, sexualisierte Gewalt, Prostitution und Pornografie, sexistische Werbung, in der Frauen und Mädchen zu stets verfügbaren, käuflichen Sexualobjekten herabgewürdigt werden, die in Folge daraus zunehmenden psychischen und psychosomatischen Auffälligkeiten von Mädchen (z. T. bereits im Grundschulalter), die Morde an Frauen bei den so genannten Familiendramen … das alles ficht die Bundeskanzlerin und die meisten Politikerinnen und Politiker nicht an. Ein Skandal, der durch die permanente gesellschaftliche Abstumpfung gegenüber der alltäglichen Gewalt gegen Frauen, keinen Aufschrei mehr erfährt!
Für Frauen ist die Konsequenz aus diesen Skandalen keine Sonntagsrede zum 8. März, sondern PROTEST, STREIK: Wahlstreik (indem Frauen ihre Stimmzettel ungültig machen und abgeben), Gebärstreik, sowie die organisierte Durchsetzung ihrer Interessen in der Feministischen Partei DIE FRAUEN.
Quelle: Feministische Partei Die Frauen / RedGlobe
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