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2500 Teilnehmer bei der bislang grössten Rosa-Luxemburg-Konferenz | Drucken |  E-Mail
Berlin
Sonntag, den 09. Januar 2011 um 00:44 Uhr

Zum Abschluss die Internationale: Rosa-Luxemburg-Konferenz 2011Fotos von der Rosa-Luxemburg-Konferenz: Hier klicken



Rund 2500 Menschen, so Schätzungen der Veranstalter, haben heute an der Rosa-Luxemburg-Konferenz der Tageszeitung junge Welt teilgenommen. Es sei nicht nur zahlenmässig die bislang grösste Veranstaltung dieser Art gewesen, sondern auch die mit der grössten Aussenwirkung, zeigte sich Dietmar Koschmieder, der Geschäftsführer des Verlags 8. Mai, in dem u.a. die junge Welt erscheint, hochzufrieden. Daran konnte auch eine kleine Provokation von weniger als zwei Dutzend Rechtsextremisten nichts ändern, die sich zeitweilig vor der Tür versammelt hatten, um gegen die Konferenz zu protestieren. Die meisten TeilnehmerInnen bekamen davon gar nichts mit.

Anlass für die grosse Aufmerksamkeit war die Medienkampagne, die im Vorfeld der Konferenz durch einen Artikel ausgelöst worden war, den die Linkspartei-Vorsitzende Gesine Lötzsch am vergangenen Montag in der jW veröffentlicht hatte, und dem sie über die verschiedenen »Wege zum Kommunismus« schrieb. Angesichts des riesigen Medienandrangs - mehr als 140 Journalisten hatten sich zur Konferenz eingeschrieben - wurde der Ablauf der abschliessenden Podiumsdiskussion kurzfristig verändert. Lötzsch ging mit einem »Selbstinterview« auf die Vorwürfe gegen sie ein und beantwortete sie deutlich. Anschliessend diskutierten die radikale Linke Inge Viett, die DKP-Vorsitzende Bettina Jürgensen sowie eine Vertreterin der Antifa und eine Gewerkschafterin durchaus kontrovers über das Kommunismus-Thema. Der Saal platzte dabei aus allen Nähten, so dass die Veranstaltung ins Foyer der Berliner Urania auf Videoleinwände übertragen wurde.

Doch auch ausserhalb dieses Höhepunkts war das Programm der diesjährigen Rosa-Luxemburg-Konferenz, die erstmals auch von RedGlobe unterstützt worden war. So sprach David Velásquez, ehemaliger Minister der venezolanischen Regierung und derzeitiger Botschafter seines Landes in Teheran, über die Aussenpolitik Venezuelas. Irma Sehwerert, die Mutter von René González - eines der fünf in den USA inhaftierten kubanischen Antiterroristen - informierte über den Kampf um die Freilassung ihres Sohnes. Moshe Zuckermann sprach über den Kampf um eine friedliche Lösung im Nahen Osten, der nordirische Gewerkschafter Brian Campfield über den Klassenkampf in seiner Heimat.

Am morgigen Sonntag werden Tausende Menschen zu den Gräbern von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht demonstrieren. Der Marsch beginnt um 10 Uhr am U-Bahnhof Frankfurter Tor.


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Kommentare 

 
0 #1 2011-01-09 11:44
Wenn eine im Bundestag vertretene Partei beziehungsweise deren Vorsitzende das Wort Kommunismus in den Mund nimmt, rastet die Bourgeousie aus. Das ist nichts Neues.
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