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Die Nazis haben ihre für den 18. Februar in Dresden geplante Zusammenrottung offenbar abgesagt. Das berichtete heute die „Sächsische Zeitung“ unter Berufung auf den Verfassungsschutz. Die „Junge Landsmannschaft Ostdeutschland“ habe ihre Anmeldungen für drei Versammlungen am 11., 13. und 18. Feburar zurückgezogen, schreibt das Blatt. Das sei eine Konsequenz aus dem grossen Erfolg der antifaschistischen Proteste im vergangenen Jahr gewesen, heisst es aus Kreisen der Geheimdienstler, die wegen ihrer freundschaftlichen Beziehungen mit den Faschos mehr denn je im Visier der Öffentlichkeit stehen. Allerdings sei nach wie vor ein sogenannter „Trauermarsch“ am 13.Februar angekündigt, zu dem wie in den vergangenen Jahren bis zu 2000 Teilnehmer erwartet werden. Die antifaschistische Bewegung ruft dazu auf, in diesem Jahr auch diesen Fackelmarsch zu verhindern: „2012 muss Brandschutz praktisch werden! Auf nach Dresden, zum Löscheinsatz! – KEIN Fackelmarsch für Geschichtsrevisionisten!“
Auch das Bündnis Dresden stellt sich quer setzt seine Mobilisierung gegen die Provokationen der Nazis fort. Am 30. Januar, dem Jahrestag der Machtübertragung an die Hitlerfaschisten, unterzeichneten auch der Zentralrat der Juden, vertreten durch seinen Sprecher Stephan Kramer, und der Zentralrat der Muslime, vertreten durch Aiman Mazyek, den Aufruf des Bündnisses zu Blockaden der Zusammenrottung. Zuvor hatte bereits der Arbeitskreis „Kirche gegen Rechtsextremismus“ den Appell unterschrieben.
„Es geht in erster Linie um die Verteidigung unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft, wenn wir uns gegen Rechts stemmen. Der Kampf gegen jegliche Formen des Rassismus muss stets aufs Neue geführt werden. Er breitet sich sonst wie ein Virus aus, bleibt nicht nur bei den Neonazis verortet, sondern befällt weitere Teile unserer Gesellschaft. Das zu verhindern, ist Bürgerpflicht und das Gebot der Stunde und deshalb ist das breite Bündnis gegen Rechts ein großes, ein wichtiges Zeichen, insbesondere in Ostdeutschland“, erklärte Aiman Mazyek.
Dr. Herbert Lappe, Mitglied der Jüdischen Gemeinde Dresden ergänzte: „Wo der Rechtsstaat versagt, muss der verantwortungsvolle Bürger eigenständig handeln! Und so lange Leute wie Holger Apfel (Vorsitzender der Sächsischen NPD) im Sächsischen Landtag mit goebbelschen Parolen, wie: »Nur wer deutsches Blut in seinen Adern fließen hat, kann für uns ein Deutscher sein.« ungestraft hetzen dürfen, so lange die NPD-nahen Schlägertrupps durch Dresden marschieren - so lange werde ich mich denen anschließen, die die Freiheit mit allen möglichen friedlichen Mitteln verteidigen. Wenn nötig, auch durch die Teilnahme an Sitzblockaden.“
Aktuelle Infos: www.dresden-nazifrei.com
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