| »Pocahontas« an der Seite der peruanischen Indígenas | | Drucken | |
| Peru |
| Sonntag, den 14. Juni 2009 um 23:33 Uhr |
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Die 19 Jahre alte US-amerikanische Schauspielerin Q'orianka Kilcher, die in Terrence Malicks Film »The New World« die Häuptlingstochter Pocahontas spielte, hat sich öffentlich auf die Seite der peruanischen Indígenas gestellt und die peruanische Regierung scharf für die blutige Unterdrückung der Protestbewegung kritisiert. Kilcher, deren Vater ein in Peru lebender Quechua ist, sagte: »Ich habe gehört, dass (der peruanische Präsident) Alan García öffentlich erklärt hat, dass meine Geschwister aus Amazonien keine Bürger erster Klasse seien. Alle Peruaner sind erster Klasse.«
Die Schauspielerin betonte: »Geld kann man weder essen noch trinken noch atmen, denn es gibt Dinge, die keinen Preis haben.« Die peruanischen Indígenas protestieren gegen eine Reihe von Regierungsdekreten, die die Öl- und Gasreserven in den von den indigenen Gemeinden bewohnten Gebieten den transnationalen Konzernen ausliefern wollen. Die indigenen Organisationen befürchten schwere Umweltzerstörungen und die Vertreibung der Indígenas aus ihren angestammten Siedlungsgebieten durch die Aktivitäten der Konzerne. »Es hat keinen Sinn, über globale ökonomische Entwicklung zu sprechen, wenn nicht von den Grundrechten auf Boden, auf die Ressourcen, Kultur, Identität und Selbstbestimmung gesprochen wird«, betonte Kilcher und kritisierte die Arbeit einiger Medien in Peru: »Der Feind ist die Desinformation, die Pressepropaganda der Regierung, die Pressekampagnen, mit denen die friedlichen Proteste kriminalisiert werden«. Wie zur Bestätigung hat die peruanische Regierung am Freitag dem lokalen Radiosender »La Voz de Bagua« die Sendelizenz entzogen. Wie der Chef des Senders, Carlos Flores Borja, erklärte, geschah diese Maßnahme in Reaktion auf die von dem Sender am 5. Juni verbreiteten Informationen über das Massaker der Staatsmacht an den protestierenden Indígenas. Die internationalen Medien, die sich noch vor wenigen Monaten lautstark über die angebliche Schließung eines venezolanischen Fernsehsenders lamentiert hatten, war die Zensur in Peru den Agenturen keine Meldung wert. Neuere Artikel:
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