|
Camp in Gedelitz wächst stündlich; Basisstation für große gewaltfreie Sitzblockade |
| Drucken | |
E-Mail |
|
Umwelt (GreenGlobe)
|
|
Freitag, den 25. November 2011 um 11:20 Uhr |
|
Die Initiative X-tausendmal quer bereitet sich auf eine gewaltfreie Sitzblockade auf der Castor-Transport-Strecke vor. In Gedelitz wächst das Camp der Aktivisten. Die Endlager-Politik der Bundesregierung ist für viele Menschen Anlass für gewaltfreien Widerstand.
"Wir beteiligen uns mit unserer Sitzblockade an der Endlager-Debatte", sagt Luise Neumann-Cosel, Pressesprecherin von X-tausendmal quer „Bundesumweltminister Röttgen wird am Wochenende erleben, was viele Menschen von seiner verdrehten Vorstellung von einem 'ergebnisoffenem Prozess' halten.“ Röttgen schicke weitere Castor-Behälter ins Wendland und zementiere damit Gorleben als Endlager-Standort. „Wir sind offen für Ergebnisse. Dazu gehört: Gorleben als Endlagerstandort beerdigen und Castor-Transporte stoppen,“ fordert Neumann-Cosel.
Unterdessen kommen auf dem Zeltplatz des Bauern Wiese in Gedelitz immer mehr Aktivistinnen und Aktivisten an, die sich mit der Initiative X-tausendmal quer dem Atommülltransport in den Weg setzen wollen. Viele junge Leute, etliche ältere, mehrere Familien mit Kindern waren schon am Donnerstag da, als die niederländische Küche Rampenplan mittags die erste heiße Linsensuppe ausgab und Helfer zum Schnippeln für das Tofugemüse und den Rotkohlsalat am Abend suchte.
Das Camp ist die Basisstation für die geplante große und gewaltfreie Sitzblockade in Gorleben. Zwischen dem hölzernen Windrad, einem bunt behängten Wunschbaum, roten Sonnen auf gelben Fahnen und rund zwanzig großen Schlaf-, Workshop- und Essenszelten bauen Menschen mit Mützen und Handschuhen ihre kleinen Iglu-Zelte auf.
„Die Stimmung ist super und wirklich sehr geschäftig. Alle paar Stunden laden wir die Neuen zur Bezugsgruppenfindung ein. Es gab bereits das erste Treffen des SprecherInnenrates. Am heutigen Freitag sind mehrere Blockadetrainings geplant, mit praktischen Übungen sowie Informationen unserer Rechtshilfe,“ erklärt Julia von Staden, Pressesprecherin von X-tausendmal quer. "Wir organisieren eine Aktion massenhaften Zivilen Ungehorsams. Wir werden uns dem Castor in den Weg setzen und die Straße freiwillig nicht verlassen. Der Aktionskonsens der Teilnehmer schließt Gewalt aus. Die Polizisten sind nicht unsere Gegner,doch mahnen wir die Polizei zu angemessenem Verhalten. Die Polizei ist nicht der Büttel, der einen unmenschlichen Strahlenmüll-Transport durchsetzen muss."
Der Castor-Transport hat sich unterdessen um 09:14 in Rémilly (Frankreich) Richtung deutscher Grenze wieder in Bewegung gesetzt. Ein Grenzübertritt wird bei Forbach erwartet.
Verwandte Artikel:
Neuere Artikel:
Ältere Artikel:
|