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Blockadejahr in Gorleben gestartet - Ausdauernder Widerstand gegen die Weitererkundung des Salzstockes |
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Umwelt (GreenGlobe)
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Sonntag, den 14. August 2011 um 19:42 Uhr |
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Unter dem Motto »Heute wir, morgen ihr!« haben heute AtomkraftgegnerInnen die erste Blockade im Rahmen der Kampagne gorleben365 aufgenommen: »Wir wollen andere Menschen mit unserem Handeln dazu motivieren, Verantwortung nicht zu delegieren, sondern sich eigenverantwortlich für den vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie einzusetzen«, erklärt Steffi Barisch, Pressesprecherin der Kampagne.
Seit 14 Uhr wurden die Zufahrten des Erkundungsbergwerkes blockiert. Trotz strömenden Regens harrten mehr als 300 Menschen aus, um den Baustellenverkehr des geplanten Endlagers für hochradioaktiven atomaren Abfall zu behindern.
Die Aktion bildete den Startschuss zu einem zwölfmonatigen Blockademarathon, zu dem die Initiative X-tausendmal quer sowie die KURVE Wustrow – Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion einladen.
»Auch in den USA dauerte der Busboykott der schwarzen Bürgerrechtsbewegung zur Überwindung der Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln 381 Tage. Geduld, Beharrlichkeit und langer Atem sind im Kampf um die Nutzung der Atomenergie auch in Gorleben unsere Begleiter«, so Katja Tempel von der Kampagne gorleben365.
Die Kampagne gorleben365 resümiert: »Heute haben 300 Menschen gewaltfrei den Betrieb im geplanten Endlager Gorleben stillgelegt.« Weitere gewaltfreie Sitzblockaden sollen in den kommenden 364 Tagen dafür sorgen, dass die Erkundungsarbeiten ruhen. Die TeilnehmerInnen an dieser Blockade fordern die sofortige Stilllegung aller AKW und die Einstellung der Erkundung im Salzstock Gorleben. »Ein erster Schritt ist getan: Wir haben heute die Weitererkundung des Salzstockes verhindert. Mit Zivilem Ungehorsam haben wir dafür gesorgt, dass keine MitarbeiterInnen rein oder raus fahren konnte«, freut sich Steffi Barisch.
Vor den Toren fanden ein Training in gewaltfreier Aktion und ein Vortrag zum Demonstrationsrecht statt, die die AktivistInnen in ihrem Widerstand bestärkten. Für die nächsten Wochen und Monate kündigen die Atomkraft-GegnerInnen bunte und vielfältige Blockadeaktionen an.
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