|
Über 10.000 Menschen bei Anti-Atom-Ostermarsch in Gronau |
| Drucken | |
E-Mail |
|
Umwelt (GreenGlobe)
|
|
Montag, den 25. April 2011 um 15:16 Uhr |
|
Im westfälischen Gronau beteiligen sich derzeit 10.000 Menschen und 65 Traktoren an einem Ostermarsch zur einzigen deutschen Urananreicherungsanlage. Zur Teilnahme hatten Bürgerinitiativen, Umweltverbände, Friedensinitiativen und Parteien aus ganz NRW aufgerufen. Es handelt sich um die bisher größte Anti-Atomkraft-Demonstration in Gronau.
Beim Gronauer Ostermarsch wird von der NRW-Landesregierung die sofortige Stilllegung der Gronauer Uranfabrik gefordert. Der Ostermarsch begann um 14 Uhr mit einer Auftaktkundgebung, bei der 25 jahre nach Tschernobyl zunächst der Opfer der Atomindustrie gedacht wurde. In Kundgebungsbeiträgen wurden die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen und die Vernichtung der Atomwaffen gefordert. Zu den Kundgebungsrednern gehören u. a. Marita Wagner vom Trägerkreis des Gronauer Ostermarsches, Paul Kröfges, der Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz NRW, Heiner Möllers, der Vorsitzende der Bürgerinitiative »Kein Atommüll in Ahaus«, Rashid Alimov aus St. Petersburg, Helmut Born vom Landesbezirksvorstand ver.di NRW und Udo Buchholz vom Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz.
Für die Abschlußkundgebung, die um ca. 16.30 Uhr stattfinden wird, sind u. a. Redebeiträge von Joachim Schramm, Mitorganisator des Ostermarschs Ruhr und eines Redners der niederländischen Friedens- und Anti-Atomkraft-Bewegung vorgesehen.
Im Vorfeld des 25. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe hatten sich rund 50 Gronauer Ärztinnen und Ärzte in einer Großanzeige gegen die Nutzung der Atomenergie ausgesprochen. In der Anzeige heißt es: »In einem tiefen Mitgefühl mit den Opfern der Katastrophen jetzt in Japan und vor 25 Jahren in Tschernobyl halten wir die weitere Nutzung der Kernenergie weltweit nicht für vertretbar.« (Osterausgabe der Gronauer Nachrichten).
Verwandte Artikel:
Neuere Artikel:
Ältere Artikel:
|