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Atomkraftgegner misstrauen Aussagen aus der Bundesregierung und kündigen weitere Proteste an |
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Umwelt (GreenGlobe)
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Mittwoch, den 30. März 2011 um 14:49 Uhr |
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Zu den Plänen den Debatten innerhalb der Regierungsparteien zur Atompolitik erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Wir trauen dem Braten nicht. Noch ist in Sachen Atomausstieg nichts gewonnen, denn noch kein AKW ist endgültig stillgelegt. Die Kanzlerin spielt auf Zeit. Die Wirtschaftsflügel der Regierungsparteien und die Energiekonzerne werden in den nächsten Monaten um die Atomkraftwerke kämpfen.«
Die neu erstarkte Anti-AKW-Bewegung lasse sich nicht durch Lippenbekenntnisse abspeisen. »Wir werden weiter auf die Straße gehen, bis die Atomkraftwerke wirklich stillgelegt werden. Dabei geht es uns nicht nur um die acht ältesten. Denn auch die restlichen Reaktoren sind weit über 20 Jahre alt und nicht gegen eine Kernschmelze ausgelegt.«
Wer jetzt vor den Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland warne, solle den Blick nach Japan wenden, so Stay. »Dort ist Tag für Tag erschreckender zu sehen, welche Folgen die Nutzung der Atomenergie für einen ganz Land, die dort lebenden Menschen und auch die Wirtschaft haben kann.«
Die Anti-Atom-Bewegung werde weiterhin jeden Montag um 18 Uhr in hunderten Städten Mahnwachen und Montagsspaziergänge gegen Atomkraft durchführen. Am Ostermontag, dem 25. April, dem Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl,plant ein breites Bündnis Großdemonstrationen an fast allen AKW-Standorten und weiteren Atomanlagen. »Damit wollen wir unserer Forderung Ausdruck verleihen, dass es jetzt nicht nur um einzelne Bauernopfer gehen darf, sondern sämtliche Reaktoren stillgelegt werden müssen.«
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