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Erdbebengefahr: Auch AKW Neckarwestheim gefährdet | Drucken |  E-Mail
Umwelt (GreenGlobe)
Freitag, den 11. März 2011 um 15:21 Uhr

CNN berichtet über Erdbeben in JapanAnlässlich des Erdbebens in Japan und den Schäden in dortigen Atomanlagen wird auch hierzulande die Erdbebensicherheit von Atomkraftwerken neu diskutiert, denn auch im süddeutschen Raum kommt es regelmäßig zu Erdbeben. Das AKW Neckarwestheim bei Stuttgart ist dabei besonders gefährdet, denn es steht auf äußerst brüchigem Grund: Kalkgestein, in dem das Grundwasser jedes Jahr bis zu 1000 Kubikmeter neue Hohlräume auswäscht - nachgewiesenermaßen auch unter dem AKW. Dessen ungeachtet ging die Landesregierung bei der Genehmigung beider Reaktoren in Neckarwestheim davon aus, dass der Untergrund als »Fels« einzustufen sei - die härteste Kategorie überhaupt.

Ein Gutachten des Jenaer Professors Dr. Gerhard Jentzsch, einst Präsident der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft, aus dem Jahr 2005 kommt dagegen zu dem Ergebnis, dass in der Umgebung des AKW Neckarwestheim lediglich »mittelsteifer, poröser Untergrund« vorliege (Bodenklasse M). Im Falle eines Erdbebens bedeute dies, dass mit um 30 Prozent stärkeren Erschütterungen zu rechnen sei. Um folgenschwere Schäden zu vermeiden, müssten Bauten auf solch instabilem Grund entsprechend stabiler errichtet werden.

Ministerpräsident Mappus, mit dem nach eigener Aussage eine Abschaltung des Uralt-Meilers in Neckarwestheim »nicht zu machen« ist, tat 2005 als für die Reaktorsicherheit zuständiger Umweltminister die Einwände des renommierten Seismologen Jentzsch als »nicht stichhaltig« ab. Dem Landtag teilte Mappus mit: »Daher ist eine Überprüfung der Auslegung der Kernkraftwerksblöcke gegen Erdbeben im Hinblick auf die Klasse M nicht erforderlich.« (DS 13/4110)

Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Das AKW Neckarwestheim muss stillgelegt werden! Um diese Forderung zu unterstreichen, werden sich am morgigen Samstag Zehntausende an der Menschenkette von Neckarwestheim nach Stuttgart beteiligen.«


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Kommentare 

 
0 #1 2011-03-21 11:36
Im Fernseher sah ich heute, dass es eine "kontrollierte Explosion" gab. Dabei wurden 11 Menschen verletzt. Da passt irgendwas nicht. Ich hoffe das wir aus dieser Katastrophe etwas lernen und das dies das Ende der Kernenergie ist. Der Glaube an die Beherrschbarkei t einer Kettenreaktion ist fassungslos. Wir sehen in den Nachrichten, wie ein Block nach dem anderen unkontrollierba r wird. Dafür sind unsere Kraftwerke sicher, wenn es keinen terrorischtisch en Anschlag gibt - wenn es keinen Luftangriff oder Absturz auf diese Dinger gibt, denn sie sind ja sehr toll aus der Luft zu erkennen und wenn es kein größeres Erdbeben gibt.
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