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Auf zur Verlängerung: BBU deckt weiteren Uranexport nach Frankreich auf | Drucken |  E-Mail
Umwelt (GreenGlobe)
Dienstag, den 09. November 2010 um 17:31 Uhr

Bundesverband Bürgerinitiativen UmweltschutzDer Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bedankt sich bei allen Aktiven im Wendland und anderswo, die in den letzten Tagen dem unsinnigen Atommüll-Transport nach Gorleben, und damit der gesamten Atomindustrie, die Stirn geboten haben. Der BBU werde weiterhin dem Widerstand gegen ein Endlager in Gorleben und gegen weitere Atomtransporte in das Wendland zur Seite stehen, teilt die Organisation in einer Erklärung mit. Gleichzeitig erhebt der BBU scharfen Protest gegen drohende Atommüll-Transporte vom Atommüll-Lager in Ahaus (NRW) nach Russland. Aktuellen Berichten zufolge sei ein Staatsvertrag für den Export von 18 Castoren mit  hochradioaktiven Brennelementen in die russische Plutoniumfabrik Majak »unterschriftsreif«. Der BBU spricht sich eindeutig gegen diesen gefährlichen Atommüll-Export aus, zumal bei der Verarbeitung des Atommülls in Russland noch mehr Atommüll anfallen würde. Am 21. November soll in Ahaus mit einer Demonstration gegen den Atommüll-Abtransport protestiert werden.

Neben der Bürgerinitiative »Kein Atommüll in Ahaus« und dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen ruft auch der der BBU die Bevölkerung zur Teilnahme daran auf. Beginn ist um 14.00 Uhr direkt an der Ahauser Atommülldeponie.

Kritik übt der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz zudem an der rot-grünen Landesregierung in Düsseldorf, da sie nichts gegen die ständigen Urantransporte von und zur einzigen deutschen Urananreicherungsanlage in Gronau (Westfalen) unternimmt. Während am Montag (8.11.) rund 20.000 Polizisten im Wendland dem Castor-Transport den Weg bahnten, fuhren auf der Emslandautobahn A 31 ohne jeglichen Polizeischutz drei LKW mit je zwei Containern Uranhexafluorid Richtung Süden. Die LKW wurden in der Höhe der Abfahrt »Reken« gesehen. Der BBU nimmt an, dass mit den LKW radioaktives Uranhexafluorid von Gronau nach Frankreich transportiert wurde. Nach Auffassung des BBU muss der ständige Uranmüll-Export unverzüglich gestoppt werden. Am Montagabend hatten Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland vor der Gronauer Uranfabrik gegen jegliche Atomtransporte demonstriert.

 
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