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Castor ist unterwegs | Drucken |  E-Mail
Umwelt (GreenGlobe)
Freitag, den 05. November 2010 um 15:29 Uhr

Atomkraft Nein DankeDer Castor-Transport mit hoch radioaktivem Atommüll ist heute mittag im französischen Valognes gestartet und soll nun rund 1000 Kilometer durch Frankreich und Deutschland rollen. Am Montagmorgen soll der Zug dann das Atommülllager Gorleben erreichen. Dort haben heute bereits die ersten größeren Protestaktionen stattgefunden. Mehr als 1400 Schülerinnen und Schüler demonstrierten heute vormittag begleitet von rund einem Dutzend Traktoren und einem großen Polizeiaufgebot in Lüchow. Ihr Motto: »Je länger eure Laufzeit, desto größer unser Zorn!«  Für 17 Uhr ist ein Protest-Laternenumzug von Gorleben nach Dannenberg geplant.

»Alle Appelle an die Politik, diesen Transport abzusagen, sind verhallt«, beklagt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). »So wird nach Stuttgart nun auch Gorleben folgen und die Polizei muss austragen, dass die Bundesregierung sich vor den Karren der Atomwirtschaft hat spannen lassen.« BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: »Ob Gaseinschlüsse oder Wasserkontakt, ob fehlende Tests mit Original-Castorbehältern oder Strahlenbelastung - Röttgen und McAllister sind auf Tauchstation gegangen und schicken den niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann mit seinen Gewaltprognosen vor.« Allen Anti-Atom-Aktivisten, die nicht nur zur Kundgebung anreisen, rät die BI, sich besonnen zu verhalten und sich auf einen Plan B einzustellen: »Nehmt euch vor allem Zeit, auch für den Fall, dass der Transportvorgang weitaus länger dauert, als von der Bahn bzw. der Polizei prognostiziert«, schreibt die BI.

Aus dem Atommülldreieck Morsleben - AsseII und Schacht Konrad starten am Freitag früh um 8.30 Traktoren vom Schacht Asse II und dem Schacht Konrad, um über Braunschweig, Wittingen und Uelzen nach Splietau zu fahren. Die Trecker werden dort am Freitag gegen 20 Uhr erwartet. Zu der morgigen Großdemonstration der Anti-Atomkraft-Bewegung werden dort morgen 30.000 bis 40.000 Menschen erwartet. »Jetzt kann das Lachen der Anti-Atom- Sonne nur noch durch Dauerregen beeinträchtigt werden«, sagte BI- Sprecher Wolfgang Ehmke. Einen besonderen Busservice hat die Bürgerinitiative Umweltschutz für den Kundgebungstag eingerichtet: Ältere Atomkraftgegner/innen können um 12 Uhr mit einem Zubringerbus vom Parkplatz des Krankenhauses Dannenberg zum Kundgebungsgelände fahren. Dort werden auch Sitzplätze für die rund dreistündige Kundgebung und das Konzert bereitgestellt.

Am Samstag, den 06.11. gibt es ab 10 Uhr einen Verkehrsfunk über das Castor-Radio (radiofreieswendland). Die Frequenzen: * Lüneburg 95,5 MHz * Uelzen 88,0 MHz * Wendland und weit darüber hinaus 89,7 MHz. Der Internet-Stream ist online verfügbar unter http://nettlau.indymedia.org:2323/rfw.m3u


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