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Atomproteste im Wendland: Bundeswehr gegen Bürgerwiderstand |
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Umwelt (GreenGlobe)
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Donnerstag, den 04. November 2010 um 20:06 Uhr |
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Wie jedes Jahr seit 1997 ist die Polizei allgegenwärtig: 17.000 Polizisten wurden bereits ins Wendland entsandt, kein Feldweg und keine Hauseinfahrt, von Straßen und Plätzen gar nicht zu sprechen, ist mehr ohne Polizeibewachung. Die Bevölkerung in der Region nimmt es trotz kaputt geschlagener Traktoren, zertrümmerter Autos und vieler andereer - auch gesundheitlicher - »Kollateralschäden« mit Humor, sie nennt diese Zustände die »fünfte - die grüne - Jahreszeit«.
Doch jetzt geht es noch schlimmer: Jetzt wird die Bundeswehr eingesetzt! Bekannt geworden ist das durch eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Christian Ströbele, die Bundesregierung wollte es verschweigen. Das ist eine Eskalation des Konflikts. Die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg erklärte, die Bundesregierung provoziere die Bevölkerung durch die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und den weiteren Ausbau Gorlebens als Atommüllendlager und schicke den aufbegehrenden Bürgern nun Polizei und Bundeswehr auf den Hals. Im Wendland herrsche kein Bürgerkrieg.
Doch eins muss uns klar sein: Die Wendländer kämpfen mit ihrem Einsatz für uns alle und brauchen daher gerade jetzt unsere uneingeschränkte Unterstützung. Lassen wir sie nicht alleine kämpfen! Auf ins Wendland: am 6. November zur Großdemonstration in Dannenberg, in den folgenden Tagen zu den Blockaden allerorten.
Allen, die kommen, ist die Gastfreundschaft der WendländerInnen sicher. Jedes Haus, selbst die Hotels und die Kirchen sind geöffnet und stellen Schlafplätze für die Gäste zur Verfügung. Die Taxis und jede Menge Ortskundige fahren kostenlos zu den Blockadepunkten.
Die linke Stiftung ethecon organisiert dazu nicht nur am 20. November eine Veranstaltung »Atomkraft - Nein danke!« in Berlin, sondern wird auch persönlich im Wendland in der Castor-Woche vor Ort sein. Gründungsstifter Axel Köhler-Schnura ist Mitaufrufer der Aktion »Castor schottern!« und organisiert Proteste bei sich in seinem Stadtteil in Düsseldorf, nachdem bekannt wurde, dass eine der drei möglichen Castor-Routen dort hindurchführt.
Quelle: ethecon / RedGlobe
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