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Ostermärsche machen Druck gegen Krieg und Atomkraft |
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Friedensbewegung
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Montag, den 25. April 2011 um 10:25 Uhr |
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Mit einer Reihe von Großdemonstrationen vor deutschen Atomkraftwerken erleben die Ostermärsche der Friedens- und Anti-Atomkraft-Bewegung heute ihren diesjährigen Höhepunkt. Bereits seit Freitag sind bundesweit Tausende Menschen für die Stilllegung der Atomanlagen, die Abschaffung der Atomwaffen sowie gegen die NATO-Intervention in Libyen, den Afghanistankrieg und Rüstungsexporte auf die Straße gegangen. Protestiert wird auch gegen die verstärkte Rekrutenwerbung der Bundeswehr bei Schülern bei den »Bundeswehr-Karrieretreffs« in Innenstädten und in den Schulen. Gefordert wird die Kündigung der in vielen Bundesländern bestehenden Kooperationsvereinbarungen der Kultusministerien mit der Bundeswehr.
»Forderungen der Friedensbewegung erschöpfen sich nicht in einem bloßen Nein zu Krieg und militärischen Interventionen«, betont das Netzwerk Friedenskooperative. Für Konfliktherde wie den Nahen und Mittleren Osten und Afghanistan propagierten Organisationen der Friedensbewegung seit längerer Zeit detaillierte Vorschläge für Zivile Konfliktbearbeitung als Alternative zu Krieg und Gewalt. Auch bei dem jetzt durch die NATO weiter eskalierten Bürgerkrieg in Libyen erweise sich die militärische Intervention als fataler Irrtum, der die Zivilbevölkerung nicht wie vorgegeben schütze, sondern noch mehr Opfer bewirke. Dringend sei wesentlich mehr humanitäre Hilfe durch den Westen und die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen. Statt an der Seite der Aufständischen zur Bürgerkriegspartei zu werden, sollten die NATO-Staaten auf einen Waffenstillstand unter UN-Aufsicht hinwirken. Angesichts der Freiheitsproteste in vielen weiteren arabischen Ländern, die von den autokratischen Regimen mit Waffengewalt beantwortet werden, müssten nun endlich alle Rüstungsexporte auch an vermeintliche Bündnispartner des Westens verboten werden.
Der Ostermarsch Ruhr radelte gestern von Essen über Gelsenkirchen und Herne nach Bochum. In Köln starteten die »biker without borders« zur Motorrad-Friedensfahrt und forderten »Atomwaffen abschaffen - Atomkraftwerke abschalten! Afghanistankrieg beenden - jetzt!« Die Nottulner Friedensinitiative stellte ihren Osterspaziergang unter das Motto »Zeitbombe Atomenergie - Aufstehen zum Abschalten«. In Wittmund (Ostfriesland) wurde der Ostermarsch vor der Jagdgeschwaderkaserne Richthofen durchgeführt. Das Motto in Frankfurt/Oder hiess »Über Krieg führt kein Weg zum Frieden«.
Zahlreiche Antikriegsveranstaltungen folgen zum Abschluss der Ostermärsche am Ostermontag. Unterstützt werden auch die Demonstrationen der Anti-AKW-Bewegung zum 25sten Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl. Im westfälischen Gronau geht es dann an der Uranaufbereitungsanlage gegen die militärische wie zivile Nutzung der Atomenergie, in Büchel in der Eifel heißt es »Atomkraft - ein Bombenrisiko«. Die Friedensbewegung fordert den Abzug der etwa 20 dort noch stationierten US-Atombomben.
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