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Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend

Zeitung vum Letzeburger Vollek

SDAJ will Bundeswehrfreie Zonen schaffen | Drucken |  E-Mail
Friedensbewegung
Mittwoch, den 03. März 2010 um 03:28 Uhr

Für Frieden, gegen die BundeswehrDass die Zukunft großer Teile der Jugend vor allem durch Perspektivlosigkeit geprägt ist, wissen nicht nur PolitikerInnen und WirtschaftsvertreterInnen, sondern auch die Bundeswehr. Ob auf ihren Internetseiten, in Jobcentern, auf öffentlichen Plätzen, Jugend- oder Berufsmessen: Immer mehr versucht sie sich Jugendlichen als stinknormaler Arbeitgeber zu präsentieren, der »sichere Jobs« inklusive »Abenteuerkick« garantiere.  Was die Bundeswehr-Offiziere »Ausbildung« nennen, bekommt man nicht ohne die Verpflichtung zum Kriegseinsatz im Ausland – ein »Abenteuer«, das häufig auf dem Friedhof, im Rollstuhl oder in der Psychiatrie endet.

30 tote und 9.067 verletzte Bundeswehrsoldaten stehen in krassem Kontrast zum Werbeslogan »Karriere mit Zukunft«. Die Bundeswehr ist einer der größten Job-, Ausbildungsplatz- und Bildungsfresser. Während bei Bildung und Sozialleistungen gespart wird, verschlang der »Verteidigungsetat« 2009 31,1 Mrd. Euro. Allein für den Afghanistaneinsatz stellt die Bundesregierung schlappe 536 Mio. Euro im Jahr zur Verfügung, die nicht im Verteidigungshaushalt auftauchen (2010: 820,7 Mio. EUR).

In Aachen betonen die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) und das Anti-Kriegs-Bündnis AKB, dass Ausbildung und Studium in einem engen Zusammenhang mit der freien Entfaltung jedes Einzelnen stehen, die Bundeswehr dagegen einen Ort der Endindividualisierung darstelle, eine »Totale Institution«. Freie Bildung könne also niemals an einem Ort entstehen, wo Freiheit eingeschränkt wird und wo das töten und unterdrücken von Menschen zur Normalität gehört.

Deshalb laden beide Gruppen zu einem Konzert unter dem Motto »Stay together – fight military!« ein, das sich gegen diesen Widerspruch richtet. »Zusammen wollen wir ein Zeichen gegen Krieg und Bundeswehr im Allgemeinen setzen. Mit Bands wie „Coconut Butts“, „Development Disorder“ und „Last Word Said“ wollen wir Jugendliche für den Frieden mobilisieren.  Gemeinsam wollen wir dafür kämpfen, dass die Bundeswehr sofort sämtliche Truppen aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten abzieht, dass die Umstrukturierung der Bundeswehr zu einer Kriegsarmee rückgängig gemacht wird, kein Verkauf von Waffen deutscher Konzerne ins Ausland und sofortige Abrüstung. Deutschland zur Bundeswehrfreien Zone machen – jetzt!« heisst es in einer Presseerklärung von SDAJ und AKB.


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