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Zehntausende SchülerInnen und Studierende streiken gegen Bildungsklau | Drucken |  E-Mail
Schule & Uni
Mittwoch, den 09. Juni 2010 um 16:51 Uhr

Bildungsstreik 2010Rund 70.000 SchülerInnen und Studierende - und damit leider weniger als bei den vorherigen Aktionstagen - sind heute im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks in rund 70 Städten bundesweit auf die Strasse gegangen. Mit Demonstrationen, Aktionen, Kundgebungen und Besetzungen wendeten sie sich gegen die herrschenden Zustände im deutschen Bildungsbereich. Die grössten Demonstrationen fanden in Berlin, Dortmund, Stuttgart, Freiburg und Münster statt. Der Protest richtet sich vor allem gegen Studiengebühren und die  Umstellung der Studiengänge auf Bachelor und Master. Die SchülerInnen und Studierenden fordern ausserdem mehr Mitbestimmung, freien Bildungszugang für alle, Lehr- und Lernmittelfreiheit und selbstbestimmtes Lernen statt starrer Lehrpläne. Die Protestierenden unterstützen auch die für Sonnabend geplanten Großdemonstrationen in Stuttgart und Berlin unter dem Motto »Wir zahlen nicht für eure Krise«.

Allein in Berlin beteiligten sich rund 10.000 Menschen an der Demonstration des Schülerbündnisses »Bildungsblockaden einreißen«. Bündnissprecher Florian Bensdorf erklärte, dass in der Krise kein Cent mehr ins Bildungssystem investiert werde. Die Kürzungspläne der CDU/CSU/FDP-Bundesregierung bedrohten die Zukunftsperspektive der Jugendlichen.

In Erlangen besetzten rund 200 Studierende nach der Demo das »Schloss« (Verwaltungsgebäude) ihrer Universität, in Freiburg wurde nach einer 5000 Menschen starken Demonstration der Hauptbahnhof besetzt. Die 1000 demonstrierenden SchülerInnen und Studierenden in Regensburg hielten immer wieder Verkehrskreuzungen besetzt, während sich Wuppertal über 650 TeilnehmerInnen an der Demo freute. Aus Reutlingen wird eine Kundgebung von 500 SchülerInnen gemeldet. In Münster besetzten rund 50 Protestierende die dortige Bezirksregierung. Zuvor hatten auch hier 5000 Menschen gegen die herrschende Bildungspolitik demonstriert.

Die Göttinger Studierenden und SchülerInnen bewerten ihre 2500 TeilnehmerInnen starke Demo als Erfolg und berichten: »Zwei kraftvolle SchülerInnen-Sternmärsche vereinigten sich am Gänseliesel mit einem kleinen, aber feinen Jugend-Antifa-Block und einem weiteren Sternmarsch der Studierenden, die vom Campus in die Innenstadt gezogen waren. Insgesamt eine feine Demo - bei strahlendem Sonnenschein!«  In Marburg gingen 700 Menschen auf die Strasse. Aus Aachen wird »bei strömendem Regen« eine bescheidene Demo von 200 SchülerInnen und Studierenden gemeldet.

Nach einer Blockade in der Bahnhofstraße in Konstanz wurden Studierende und SchülerInnen von der Polizei festgenommen. Während der konstituierenden Sitzung des nordrhein-westfälischen Landtages machten in Düsseldorf mehr als 2000 Demonstrierende auf sich aufmerksam. Bensheim meldete 800 TeilnehmerInnen an den Protesten. Hauptsächlich SchülerInnen machten die 1300 Menschen zählende Demonstration in Saarlouis aus, während die Demo in Tübingen mit 1500 Leuten leider kleiner als bei vorangegangenen Aktionen war.

In Stuttgart waren über 5000 Menschen auf den Straßen, »und es werden U-Bahnen blockiert«, wie von dort gemeldet wurde.


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Kommentare 

 
0 #1 2010-06-09 20:56
Also ich war in Stuttgart, aber es waren nicht mal 2000 Leute dort, außerdem wurden nicht die U-Bahnen lahmgelegt, sonder nur ein paar grüne Spinner haben sich auf einer Kreuzung hingehockt.
Aber es wurde immerhin eine Schule "gestürmt"!
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