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Polizei schützt NPD-Wahlkampfabschluss auf Berliner Alexanderplatz |
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Antifa
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Sonntag, den 11. September 2011 um 15:24 Uhr |
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Am heutigen Sonntag hat die neonazistische NPD ihren Wahlkampfabschluss auf dem Berliner Alexanderplatz veranstaltet. Gerade einmal 150 Neonazis erschienen zu dem Rechtsrockkonzert der Gruppe »Sleipnir«. Mehrere hundert AntifaschistInnen protestierten im direkten Umfeld der NPD-Kundgebung gegen diese Provokation. Allein an den beiden von der Berliner VVN-BdA und dem Bündnis »Nazis auf die Pelle rücken!« angemeldeten Gegenkundgebungen nahmen 300 Menschen teil. Die Berliner Polizei war laut eigenen Angaben mit dem völlig unverhältnismäßigen Aufgebot von 1500 Beamten angerückt und sperrte den Alexanderplatz für die Nazis großflächig ab.
Bereits im Vorfeld hatte die Polizei eng mit den Faschisten kooperiert, um den Neonazis einen möglichst gelungen Wahlkampfabschluss bieten zu können. So wurde der eigentliche Kundgebungsort am Alexanderplatz bis zuletzt geheim gehalten, um damit wieder einmal antifaschistischen Protest zu erschweren. Bereits im Mai diesen Jahres hatte die Berliner Polizei diese Taktik bei einem Naziaufmarschsversuch in Kreuzberg eingesetzt und nahm in dem dadurch entstandenen Chaos diverse verletzte GegendemonstrantInnen in Kauf.
Der Pressesprecher des Antifa Bündnisses Süd-Ost (ABSO), Silvio Kurz, bezeichnete das Vorgehen der Polizei als skandalös: »Es ist ein Skandal, dass die Berliner Polizei nun zum wiederholten Male in vollen Umfang mit den Neonazis kooperiert und dabei schon in vorauseilendem Gehorsam antifaschistische Proteste versucht zu verunmöglichen. Dieser Umstand ist bezeichnend, da die Neonazis um den Anmelder und NPD Funktionär Sebastian Schmidkte in der Vergangenheit wiederholt durch Gewalttaten gegen AntifaschistInnen und AnwohnerInnen aufgefallen sind.«
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