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Mecklenburger VVN-BdA weist Medienhetze zurück |
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Sonntag, den 06. Februar 2011 um 19:17 Uhr |
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Der Vorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Mecklenburg Vorpommern weist die medialen Anschuldigungen gegen die Ausstellung »Neofaschismus in Deutschland« zurück. »Mit Empörung müssen wir festestellen, dass der NDR am 02.02.2011 im Nordmagazin die Rufschädigung der VVN-BdA durch den FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Ahrendt unkritsch medial verbreitet hat und weitere Medien diesem Vorgehen folgten«, so Dr. Axel Holz. Die VVN-BdA werde in Mecklenburg-Vorpommern durch die Gewerkschaften, Bürgerbündnisse und Zentren für Demokratie für ihre engagierte Arbeit in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus und Neonazis geschätzt.
Bereits vor einem halben Jahr hätten Medien im Zusammenhang mit der Eröffnung der Ausstellung »Neofaschismus in Deutschland« in Grevesmühlen mitgeteilt, dass der Innenminister des Landes den Extremismusvorwurf gegenüber der VVN-BdA in MV nicht teilt. »Wir sind erstaunt, dass die Presse nun diesen Vorwurf wieder aufgreift.« Zudem verweise der NDR ungepüft auf fragwürdige Einschätzungen des bayrischen Verfassungsschutzes. »Eine Prüfung hätte ergeben, dass die bayerische SPD-Landtagsfraktion im Frühjahr 2010 die bayrische Landsregierung in einem Antrag dazu aufgefordert hatte, eben jene diffamierenden Anschuldigungen gegenüber der VVN-BdA zu unterlassen und aus dem Bericht zu streichen.«, so Holz Der Vorgang in Schwerin zeige nun, dass die Medien den leichtfertigen Umgang mit dem Extremismusvorwurf überdenken sollten.
VVN-Chef Holz weiter: »Wieder einmal werden Opfer des NS-Regimes diffamiert, während viele der Täter jahrzentelang geschont wurden. Zu den Opfern gehört auch unser langjähriges Vorstandsmitglied Dr. Rabe, über dessen Schicksal in der NS-Zeit sich jeder im Buch „Halbjude?“ der Landeszentale für politische Bildung informieren kann. Wir bedauern, dass gegenüber unserer Ausstellung zwar Anschuldigungen in den Raum gestellt werden, aber eine inhaltliche Auseinandersetzung kaum erfolgt. Angesichts der Tatsache, dass die Bemühungen der Demokraten in MV in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus leider nicht immer und überall die gewünschten Ergebnisse erbringen, verweisen wir in unserer Ausstellung auch darauf, dass die Tabuisierung und Verharmlosung inhaltlicher Schnittmengen von Neonazis mit konservativen Positionen, deren Verbänden, Organisationen und politischen Vertretern ein Grund dafür sein könnte. Wir zeigen vielfältige Facetten dieser Schnittmengen in unserer Ausstellung auf. Die Zitate von Politikern mit diskriminierendem Inhalt sind korrekt wiedergegeben, sprechen für sich und wurden bundesweit medial kritisiert.«
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