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Dresden Nazifrei | Drucken |  E-Mail
Antifa
Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 13:18 Uhr

Dresden stellt sich querFür den 19.Februar 2011 ruft ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien, antifaschistischen Gruppen und Organisationen erneut zu massenhaften Sitzblocken gegen den Naziaufmarsch in Dresden auf. Wie das Bündnis mitteilt, ist mittlerweile durchgedrungen, dass die Nazis an diesem Tag ihr zentrales Event veranstalten wollen. Somit ist der 19. Februar ist der Termin an dem bundesweit nach Dresden mobilisiert wird. Für den 13. Februar mobilisieren die Nazis regional zu einem Fackelmarsch nach Dresden. »Dieses Ereignis können und werden wir nicht unkommentiert lassen«, teilt das Bündnis dazu mit. »An diesem Tag  sind vor allem die Dresdnerinnen und Dresdner Strukturen und die in der unmittelbaren angrenzenden Region dazu aufgerufen, sich mit öffentlichkeitswirksamen und vielfältigen Aktionen diesem entgegenzustellen.«

Seit Jahren versuchen die Nazis, die Bombardierung Dresdens für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und an bestehende Mythen und die Gedenkkultur anzuknüpfen. So relativieren sie die deutsche Schuld an Vernichtungskrieg und Holocaust ebnen den Weg, die Verbrechen Deutschlands komplett zu leugnen. Im vergangenen Jahr, am 13. Februar 2010, konnte der europaweit größte Naziaufmarsch mit Massenblockaden erstmals verhindert werden. Die Polizei musste aufgrund der grossen Beteiligung an den Blockaden nach mehreren Stunden die Zusammenrottung absagen und die Rechtsradikalen zu ihren Bussen eskortieren. An diesen Erfolg will das Bündnis 2011 anknüpfen. »Wir halten an unserem erklärten Ziel fest, Europas größten Naziaufmarsch mittels Massenblockaden zu verhindern. Deshalb rufen wir bundesweit dazu auf, am 19. Februar 2011 nach Dresden zu kommen und mit uns gemeinsam durch Aktionen des zivilen Ungehorsams den Naziaufmarsch endgültig Geschichte werden zu lassen«, so Franziska Radtke, Sprecherin des Bündnisses. »Am 13. Februar, dem Jahrestag der Bombardierung Dresdens, planen vor allem Nazis aus dem Dresdener Raum einen Trauermarsch. Auch an diesem Tag werden wir mit vielfältigen, dezentralen und bunten Aktionen in Dresden präsent sein und die Nazis nicht ungestört lassen. Durch eine Begehung der Orte der Täter und durch das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus greifen wir in den Gedenkdiskurs ein und protestieren so gegen das Geschichtsrevisionismus der Nazis. Wir wenden uns vor allem an die Dresdnerinnen und Dresdner und alle Menschen in der Region, sich mit uns am 13. Februar lautstark den Nazis entgegenzustellen.«

Den aktuellen Aufruf des Bündnisses haben bereits jetzt über 100 Prominente aus Politik, Kultur und Gesellschaft unterschrieben. Darunter befinden sich beispielsweise die Band Tocotronic oder Wolfgang Thierse, Vizepräsident des Bundestags. »Blockieren wir die Blockköpfe. Es bleibt ein unerträglicher Zustand, dass wieder Nazis durch Dresden marschieren wollen. Wenn die Politik sie nicht stoppt, stoppen wir sie mit unseren Mitteln. Sitzblockaden muss es geben, bis der Aufmarsch Geschichte ist«, meint auch Bela B, Schlagzeuger der Band »Die Ärzte«. »Wir freuen uns über die große Unterstützung unseres Vorhabens, die Nazis mit Blockaden erneut an ihrem Aufmarsch zu hindern«, so Bündnissprecherin Radtke. »Die vielen Erstunterzeichnerinnen und -Unterzeichner zeigen deutlich, dass ziviler Ungehorsam ein legitimes und unterstützenswertes Mittel ist, um den Nazis im Februar wirksam entgegenzutreten.«

Weitere Infos gibt es auf der Bündnisseite: www.dresden-nazifrei.com


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Kommentare 

 
-1 #1 2011-01-14 16:29
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=VHyYDcuUrYQ
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