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Protestzug für den Erhalt der Thälmann-Gedenkstätte | Drucken |  E-Mail
Brandenburg
Montag, den 23. November 2009 um 09:26 Uhr

Protestzug für die Thälmann-GedenkstätteMit einem Treffen in Erkner und einer anschließenden Auftaktkundgebung vor der Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals begann am Sonnabend ein »Protestzug gegen einen Abriss der antifaschistischen Ernst-Thälmann-Gedenkstätte«. »Auf nach Potsdam - Platzeck wir kommen!« tönte es durch die Lautsprecher, während die TeilnehmerInnen in langsamer Fahrt durch Ziegenhals, Niederlehme und Königs Wusterhausen fuhren. Dort sprach für den Freundeskreis »Ernst-Thälmann-Gedenkstätte« e. V., Ziegenhals Max Renkl einige Worte zur Situation sowie zu Absicht und Ziel des Protestzuges. Anschließend drückte Michael Reimann, Kreisvorsitzender des Partei »Die Linke« Dahme-Spreewald, seine Solidarität aus. Reimann versicherte die Unterstützung der Mitglieder seiner Partei für unseren Kampf um Erhalt und Wiedereröffnung der Gedenkstätte am authentischen Ort in Ziegenhals. Er nahm auch Bezug auf die 500 Unterschriften aus Paris, die dem Freundeskreis von dem Landesvorstand seiner Partei überreicht wurden. Danach sprach Frank Baier für die Friedenskoordination Potsdam, der auf die Untrennbarkeit von antifaschistischen Kampf und Anti-Kriegs-Aktivitäten hinwies.

 

In Königs Wusterhausen wuchs die Kolonne auf zwölf Fahrzeuge an, vorneweg ein gut sichtbarer Protest-Bus sowie vier bis sechs Motorräder der Polizei, die den Zug mit Blaulicht begleiteten, so dass es zu keinen Unterbrechungen oder Wartezeiten kam. Der Weg führte über Schenkendorf und Mittenwalde, Groß Machnow und Rangsdorf, Zossen, Trebbin, Ludwigsfelde bis schliesslich nach Potsdam. Langsam durch Ortschaften und durch Potsdam fahrend, machten die Teilnehmer mit  Redebeträgen und Musik auf die Denkmalschändung und den geplanten Abriss der Gedenkstätte aufmerksam. Auf mehreren Zwischenkundgebungen wiederholten sie unsere Forderungen: die neue Landesregierung muss sofort und wirksam den Erhalt und die Wiedereröffnung der Gedenkstätte durchsetzen.

In manchen Orten wurde der Zug von Freunden und Sympathisanten erwartet, so auch bei der Abschlusskundgebung in Potsdam. Heinz Schmidt, der langjährige Vorsitzende des Freundeskreises, sprach dort über die Bedeutung der »Ziegenhalser Tagung« 1933, die nicht nur darin besteht, dass sie eine der frühesten Widerstandsaktionen gegen die Hitler-Faschisten darstellt, sondern auch den Weg aufzeigte, wie der Faschismus wirksam überwunden und besiegt werden kann. Schmidt wies auch auf die Aktualität der »Ziegenhalser Rede« Ernst Thälmanns hin.

 
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