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Occupy Hamburg rocks Ackermann |
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Hamburg
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Mittwoch, den 23. November 2011 um 01:03 Uhr |
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Auf der Jahresmitgliederversammlung der "Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg e.V." versuchte Herr Ackermann heute Abend vor rund 400 Gästen zum Thema "Markt und Moral: Zur Verantwortung globaler Unternehmen" zu sprechen. Nach wenigen Minuten wurde er von einem "Human-Mic" der Occupy-Bewegung unterbrochen. Die versammelten Gäste reagierten zum Teil aggressiv auf die Occupy-Aktivisten, sogar mit körperlichen Attacken.
Aus dem Publikum und wenig später auch von Herrn Ackermann wurde die Forderung laut, dass die Aktivisten aufs Podium kommen mögen, um sich einer Diskussion mit Herrn Ackermann zu stellen. Rund acht Aktivisten folgten der Aufforderung, zwei Aktivisten trugen die bekannte Guy Fawkes Maske, was zu heftigen Zwischenrufen führte.
Auf dem Podium kam es jedoch nicht zu der von Seiten Herrn Ackermanns angeregten Diskussion. Herbeigeeilte Helfer beschimpften die Aktivisten vielmehr als „alle dumm“, „nicht in der Lage deutsch zu sprechen“ und „unfähig“. Auch wurde mit sofortiger Alarmierung der Polizei gedroht. Schließlich räumten die Aktivisten das Podium mit der Zusicherung, dass es im Anschluss an seinen Vortrag eine Diskussion zu den Anschuldigungen der Occupy-Aktivisten gäbe.
Herr Ackermann betonte sodann in seiner Rede, welche Bemühungen die Deutsche Bank anstelle - dass sie z.B. die Produktion von Streubomben nicht mehr finanziell unterstütze. Und dass sie Ihre Rohstoff- und Lebensmittelspekulationen überprüfen werden.
Nach Ende der Rede wurde den Aktivisten ein Diskussion verweigert. Lediglich eine Frage wurde ihnen zugebilligt. Einige Anschuldigungen aus dem vorbereiteten Text (s.u.) wurden daraufhin von einer Aktivistin vorgetragen, u.a. Einige Anschuldigungen wurden daraufhin von einer Aktivistin vorgetragen, u.a. dass die Deutsche Bank nur das jeweils Allernotwendigste unternähme, um sich einen ethischen Anstrich zu geben, beim Geldverdienen alle ethischen Kriterien außer Acht lasse, ohne Rücksicht auf Hunger, Umwelt und Stabilität der Finanzmärkte spekuliere, 500 Tochtergesellschaften in Steueroasen unterhalte, in Waffen, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzung investiere oder finanziere, eine wirkliche Lösung der Finanzkrise aktive vereitle, durch ihren Lobbyismus die Politik schamlos beeinflusse und durch ihre irrwitzigen Renditevorgaben und die Gewinnmaximierung als oberstes Ziel die Finanzkrise, Kriege, soziale Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung mit begründe. Die Bank steche dabei in der Branche durch ihre Rücksichtslosigkeit hervor. Aus dem Publikum gab es dafür sowohl Beschimpfung als auch Applaus.
Herr Ackermann antwortete mit Gemeinplätzen und verunglimpfte die Anschuldigungen als zu diffus und substanzlos. Er zählte die sozialen Vorzeigeprojekte der Deutschen Bank auf.
Quelle: Occupy Hamburg / RedGlobe
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