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Protest gegen »Zeit«-Kriegskonferenz |
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Hamburg
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Donnerstag, den 14. Oktober 2010 um 23:12 Uhr |
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Am Donnerstag haben sich 20 Mitglieder eines außerparlamentarischen Bündnisses Hamburger Friedens- und Antikriegsorganisationen vor dem Gebäude der Wochenzeitung »Die Zeit« eingefunden, um gegen die Konferenz »Internationale Sicherheitspolitik« zu protestieren, die am 18. und 19. Oktober von der »Zeit« veranstaltet wird.
Die Teilnehmer der Protestaktion wiesen mit einem »Die-In«, bei dem sich mehrere Personen als symbolische »Kriegsopfer« vor dem Hamburger Pressehaus, dem Sitz der Wochenzeitung, unter weiße Laken auf den Boden legten, mit einem Transparent und mit Flugblättern auf die Konferenz hin, bei der Politiker, Militärs und Rüstungsfirmen über die Kriege der Zukunft diskutieren werden. Zu den geladenen Gästen der Konferenz zählen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Ex-Kriegsminister Rudolf Scharping (SPD), Bundeskanzler a.D. und »Zeit«-Herausgeber Helmut Schmidt (SPD) sowie der derzeit ranghöchste Militär der Bundeswehr, Generalinspekteur Volker Wieker. Unterstützung erhält die Kriegskonferenz von den Rüstungskonzernen EADS, ThyssenKrupp Marine Systems, Krauss-Maffei Wegmann und dem Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie und anderen Kriegslobbyisten. Gemeinsam beraten sie über die Zusammenarbeit ziviler und militärischer Akteure sowie Strategien deutscher Außenpolitik und der Bundeswehr.
»Auf dieser Konferenz werden die Strategien für die nächsten Kriege und Militäroperationen von deutschem Boden im Auftrag deutscher Wirtschafts- und Großmachtinteressen unter ihresgleichen besprochen. Kritische Stimmen sind nicht eingeladen und bei einem Teilnahmebeitrag von 1.606,50 Euro sogar de facto ausgeschlossen. 'Die Zeit' veranstaltet die Konferenz und ist somit maßgeblich dafür verantwortlich«, so Christin Bernhold, Sprecherin der Linksjugend ['solid] Hamburg.
Für Montag, den 18.10.2010, ruft das antimilitaristische Bündnis zu einer Kundgebung unter dem Motto »Kriegsminister stoppen! Keine Kriegskonferenz in Hamburg!« vor dem Grand Elysée auf. Beginn der Aktion ist um 17.30 Uhr auf der Moorweide (Nähe Bhf Dammtor)
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Kommentare
Nein, das soll es nicht. Die Konferenz ist wesentlich kleiner und dient in erster Linie dazu, Kontakte zwischen Politik, Wirtschaft, Arbeitsebene und Presse herzustellen. Das ist an und für sich ja auch nicht verwerflich, da sich diejenigen, die etwas voneinander wollen immer irgendwie treffen werde.
Von der Größe her konkurriert die ZEIT mit der gleichartigen Veranstaltung vom Handelsblatt in Berlin. Solche Treffen gibt es in jedem Politikbereich und die Zeitungen können sich noch nen schnellen Euro dazuverdienen.