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Polizeigewalt in Augsburg |
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Bayern
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Mittwoch, den 21. Dezember 2011 um 15:16 Uhr |
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Am vergangenen Samstagabend kam es in Augsburg während einer Geburtstagsfeier zu gewaltsamen Angriffen durch Polizisten auf die teilnehmenden Jugendlichen. Die rund 20 Jugendlichen, darunter Punks und Heavy-Metal-Anhänger, hatten den Geburtstag zweier Freunde gefeiert und die Party im Laufe des Abends durch die Stadt verlagert. Dabei wurden auch öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Wie Augenzeugen gegenüber RedGlobe berichteten, kam es gegen 22.30 Uhr zu einer Konfrontation mit der Polizei, als diese mit mehreren Streifen- und Gefangenenwagen und rund 30 Beamten sowie zwei Hunden im Stadtzentrum auf die Jugendlichen trafen. Die Polizei forderte die Ausweise ein, um eine Personalienkontrolle durchzuführen. Während dieser hätten sich die Jugendlichen völlig ruhig verhalten, im Gegensatz zu einem Teil der Polizisten, so der Bericht.
Die Beamten hätten sich sehr aggressiv verhalten und die anwesenden Personen beschimpft oder sogar körperlich attackiert. So wurden jeweils nach eigenen Angaben einem 20-jährigen der Schlagstock gegen den Kehlkopf gedrückt, eine weitere Person wurde mit Faustschlägen in den Gefangenenwagen gezwungen und über Nacht in Gewahrsam genommen. Des weiteren wurde einem 21-jährigen ins Gesicht geschlagen. Als dieser am Boden lag wurden ihm die Hände vom Gesicht weggehalten und aus nächster Nähe Tränengas in die Augen gesprüht. Den Rufen nach einem Asthma-Spray und ärztlicher Hilfe kamen die Beamten erst nach Aufforderung eines ihrer Kollegen nach. Selbst bei Anwesenheit der Sanitäter wurden die Verletzten noch beschimpft und Festnahmen angedroht. Der Aufforderung der Jugendlichen, sich auszuweisen, kamen die Beamten demnach nicht nach. Stattdessen wurden zwei zufällig vorbeilaufende Jugendliche von den Polizisten angepöbelt. Nach der Kontrolle wurden gegen alle involvierten Personen Platzverbote für die gesamte Innenstadt ausgesprochen.
Die Betroffenen wollen nach eigenen Angaben eine Strafanzeige gegen die Polizisten prüfen und sich mit rechtlichen Schritten gegen diese Aktion zur Wehr setzen.
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