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Für einen politischen CSD in der Brecht-Stadt |
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Bayern
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Sonntag, den 15. August 2010 um 09:01 Uhr |
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Scharf kritisiert haben linke Initiativen am Samstag die diesjährigen offiziellen Feierlichkeiten zum »Christopher Street Day« (CSD) in Augsburg. Angesichts des Verzichts auf eine Parade und einer zunehmenden Kommerzialisierung des CSD, die sich auch durch überhöhte Standgebühren für Initiativen ausdrückte, riefen die Linkspartei, DKP-queer und Jugendverbände - ausdrücklich »als Ergänzung« - zu einer eigenen Demonstration durch die Bert-Brecht-Stadt auf. Während der Aktion ergriffen unter anderem der Linke-Bundestagsabgeordnete Alexander Süßmair und Thomas Knecht von DKP-queer das Wort.
Schon zuvor hatten DKP und SDAJ zu der Demonstration erklärt: »Es ist mehr als notwendig, den diesjährigen CSD-Augsburg endlich wieder zu politisieren und ernstzunehmende politische Forderungen aufzustellen. Wir müssen klar machen, dass wir für eine andere Gesellschaft kämpfen, für eine tolerante, solidarische und soziale Gesellschaft, jenseits von Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat, für einen sozialistische Gesellschaft, in der diejenigen das Sagen haben, die auch den Reichtum schaffen. Die herrschende Politik der sozialen Spaltung richtet sich auch gegen Queer lebende Menschen, denn sie fördert – unterstützt von den bürgerlichen Medien – Ausgrenzungsprozesse. Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen, wir sagen denjenigen den Kampf an, die mit ihrer Politik den ungezügelten Klassenkampf von oben führen!«
Auch die »LAG Queer« der bayerischen Linkspartei kritisierte, die Augsburger Szene habe die »momentan herrschenden politischen Verhältnisse akzeptiert«. Die Politik der Entsolidarisierung habe dazu geführt, dass an AIDS erkrankte Hartz-IV-Empfänger keine Zulagen für kostenaufwändige Ernährung mehr erhalten. Zudem seien etwa von der Flexibilisierung im Arbeitsleben besonders »prekär beschäftigte Frauen im Einzelhandel, darunter viele Lesben« besonders betroffen.
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