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LandesSchülerInnenVertretung Berlin unterstützt Proteste der LehrerInnen am 5. April | Drucken |  E-Mail
Berlin
Dienstag, den 05. April 2011 um 10:44 Uhr

Um der Forderung nach Arbeitsentlastung für ältere Lehrkräfte Nachdruck zu verleihen, ruft die Gewerkschaft die Berliner Lehrerinnen und Lehrer dazu auf, am heutigen Dienstag, 5. April, um 11:55 Uhr den Unterricht zu beenden und sich an einer zentralen Protestdemonstration um 13 Uhr am S-Bahnhof Friedrichstraße zu beteiligen. Der Berliner Senat versucht die Berliner LehrerInnenschaft mit massiven Drohungen und Einschüchterungen von der geplanten Arbeitsniederlegung abzubringen und hat den Streik für »rechtswidrig« erklärt. Die Berliner LandesschülerInnenvertrertung erklärt dazu: »Davon sollten wir uns nicht beirren lassen. Auch die Proteste der SchülerInnen wurden durch die Senatsverwaltung immer wieder für rechtswidrig erklärt. Daraus folgten Einschüchterungsmaßnahmen, die die SchülerInnen bei der Inanspruchnahme ihrer Grundrechte kriminalisierten.«

Die Berliner Schülerinnen und Schüler stärken den LehrerInnen den Rücken. Genauso wie die Berliner SchülerInneninitiative »Bildungsblockaden einreißen«, die in den vergangenen Jahren immer wieder tausende Jugendliche zu Schulstreiks und Protesten gegen Bildungsabbau mobilisiert hatte und die von der LSV Berlin mitgegründet worden war, solidarisiert sich auch die LSV Berlin ausdrücklich mit den Forderungen der protestierenden Lehrerinnen und Lehrer und fordert die Berliner SchülerInnen dazu auf, sich am kommenden Dienstag der GEW-Demo anzuschließen.

Unter dem Motto »¡Ya Basta! SchülerInnen und LehrerInnen gemeinsam gegen Leistungsterror und Bildungsabbau!« wollen die Schülerinnen und Schüler auch ihre eigenen Forderungen nach kleineren Klassen und selbstbestimmtem Lernen u.a. auf die Straße tragen und gegen die prekäre finanzielle und personelle Situation im Berliner Bildungssystem allgemein protestieren.

Jerome L. von der LSV Berlin begrüßt die Proteste der LehrerInnen und ruft zur Unterstützung auf. Gleichzeitig fordert er aber auch mehr Unterstützung bei den Anliegen der SchülerInnen durch die LehrerInnen. »Nur gemeinsam können wir das  System Schule dahingehend ändern, dass wieder die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt stehen«, sagt Jerome L.

Nach Meinung der LSV Berlin gehen die Proteste der LehrerInnen noch nicht weit genug. Peter P. von der LSV Berlin sagt, dass »nur eine grundlegende Veränderung des Bildungssystems sowie des gesellschaftlichen Verständnisses von Bildung und Leistung nötig sind, um Kinder und Jugendliche bestmöglich in ihrer Entwicklung zu unterstützen.«


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