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Zeitung vum Letzeburger Vollek

Gemeinsame Erklärung der DKP Nürnberg, SDAJ Nürnberg und des Antikriegsbündnisses Nürnberg- Fürth zur Ermordung von Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi | Drucken |  E-Mail
Libyen
Montag, den 31. Oktober 2011 um 16:20 Uhr

Am 20. Oktober wurde Revolutionsführer Gaddafi bei der Verteidigung seiner Heimatstadt Sirte gegen die NATO-Aggressoren ermordet. Er wurde, wie 50.000 weitere Libyer, von den Söldnern und Bomben der NATO getötet, weil er sich gegen die Rekolonialisierung seiner Heimat und des afrikanischen Kontinents wehrte.

Von seinen Feinden im Westen wurde er gefürchtet, gehasst  und auf das übelste verunglimpft.



Unter seiner Führung wurde der König, der das Volk ausbeutete, verjagt und das »sozialistische Libyen unter der Herrschaft der Massen« aufgebaut. Libyen wurde von einer rückständigen Agrakolonie zu einem Industriestaat . Ein kostenloses Gesundheitswesen und kostenfreie Bildung sowie eine Grundrente ermöglichten jedem Libyer ein Leben in Würde. Die Schlüsselindustrie befand sich in den Händen das Staates. Frauen wurden den Männern gleichgestellt, patriarchale Strukturen zurückgedrängt, die Gewinne aus dem Erdölverkauf blieben im Land. Zwei Millionen Schwarzafrikaner erhielten in Libyen Bildung und Arbeit, Rassismus wurde konsequent bekämpft. Durch die Unterstützung nationaler und antiimperialistischer Befreiungsbewegungen wurde ein Beitrag zur Befreiung vieler Völker von Ausbeutung und Kolonialismus geleistet. Mit dem ersten und einzigen Kommunikationssatelliten für Afrika wurde das Monopol der westlichen Telekommunikationskonzerne gebrochen. Das Vorhaben, Afrika durch eine eigene Bank finanziell vom Imperialismus unabhängiger zu machen,  wurde durch den Bombenkrieg der NATO verhindert.

Muammar Gaddafi wurde wie Che Guevara, Patrice Lumumba, Maurice Bishop, Steve Biko, Salvador Allende und viele andere Revolutionäre im internationalen Befreiungskampf ermordet.

Sollten sich die NATO und ihre Verbündeten durchsetzen, wird das libysche Erdöl zu Dumpingpreisen an den Westen gehen. Die soziale Spaltung wird vertieft werden, Bildung und Gesundheit werden zu teuren Waren werden. Rassismus und Pogrome gegen Minderheiten  brechen sich bereits jetzt Bahn.

Unsere Solidarität  gilt dem tapferen, gegen Putschisten und NATO kämpfenden, libyschen Volk!

Mehr Informationen: www.antikriegsbuendnis.de

 


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Kommentare

 
+8 #16 2011-11-16 23:38
Zu diesem Forum bin ich gekommen über einen Hinweis auf diese unglaubliche Presseerklärung , dass die DKP immernoch Diktaturen und Diktatoren huldigt, und habe dieses verknüpft mit der Huldigung des Verbrechers Keßler. Für seine aktive Mitarbeit am DDR-Unrechtssystem gibt es keine Rechtfertigung. Er glaubt wohl heute noch, daß er das Recht hatte, die DDR-Diktatur gegen den Willen des Volkes zu stützen und Menschen an der Grenze ermorden zu lassen. Er und seine Regierung wurden jedenfalls nie frei gewählt. Während sich z.B. Kohl darauf berufen kann, daß das Volk selbst schuld ist, wenn es so dumm war, ihn 16 Jahre lang zu wählen.

Aber anscheined gibt es auch außerhalb der DKP noch Leute, die der Meinung sind, wer etwas Gutes tun will oder dies zumindest vorgibt und außerdem dem Volk einen bescheidenen Mindeststandard sichert, muß sich dafür vom Volk nicht in freien Wahlen legitimieren lassen, darf "sein" Volk einsperren und darf die, die andere Meinungen vertreten, rücksichtslos verfolgen.

Solange solche Meinungen verbreitet werden, dürfen wir DDR-Bürger nicht aufhören, über die DDR-Realität aufzuklären.

Ich weiß nicht, was für Sie "Sozialmus" ist. Ob Demokratie, Menschenrechte und Meinungsfreihei t für Sie unbedingt dazu gehören. Anderenfalls wäre Ihre Auffassung für mich verdammenswert.

Ich weiß auch nicht, ob Ihr "Sozialismus" den dummen, faulen und egoistischen Menschen der Realität berücksichtigt oder nur mit idealen, sozialen, altruistischen Menschen funktioniert. Im letzteren Fall wäre es eher nur ein theoretisches Gedankenmodell, für die Realität jedenfalls unbrauchbar.

Ich halte es lieber mit den Idealen der französischen Revolution: Freiheit, Gleiheit, Brüderlichkeit. "Sozialismus", so wie ich ihn kenne und erlebt habe, hat die ersten beiden Ideale (Freiheit und Gleichheit) als unwichtig abgetan. Und die DKP führt diese menschenveracht ende und erniedrigende Tradition wohl konsequent fort.
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+5 #15 2011-11-16 23:10
Lieber Andreas Nikos,
das System war ein Fehler und eine Diktatur, weil die wichtigste Grundlage die Bevormundung und Entmündigung des Volkes war und weil das System und die Führung nie vom Volk legitimiert wurden. ("Die Partei hat immer recht ...")

Ich bin zuerst Demokrat und dann links. Und Demokratie ist für mich notwendiger Bestandteil vom Linkssein. Wer Diktaturen und Diktatoren gutheißt - wie die DKP - ist für mich nicht links, sondern eher so eine Art Monarchistenver ein.

Jede Demokratie (mit Meinungsäußerun gsfreiheit und freie Wahlen) ist für mich wertvoller als jede Diktatur. Die DDR war eine Diktatur ohne Meinungsfreihei t und ohne demokratische Wahlen. Die Bundesrepublik ist dagegen eine Demokratie mit Meinungsfreihei t und freien Wahlen. Deshalb ist die Bundesrepublik für mich ein großer Fortschritt gegenüber der DDR - bei allen Problemen und Mängeln und Dingen, die unbedimngt verbessert werden müssen. Die BRD ist der DDR bei den Grundrechten und im Sozialen weit überlegen trotz dieser Mängel, die es in der DDR aber in viel größerem Umfang gab.

Es tut mir für sie leid, daß sie das nicht mehr hören wollen, aber genauso, wie immer wieder über die Verbrechen der Nazizeit aufgeklärt werden muß, damit sich das nicht wiederholt, muß auch immer wieder über die Verbrechen der DDR-Führung aufgeklärt werden, damit keine geschichtsverfä lschende DDR-(N)Ostalgie aufkommt, die im Übrigen auch die Opfer verhöhnt.
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-12 #14 2011-11-16 11:14
Lieber Immanuel man kann also zusammenfassen... nicht das System hatte Fehler sondern der Fehler ist das System.
Gut, dann gibt es aber auch keinen Grund darüber weiter zu diskutieren.Das was Sie da über die DDR verbreiten bekommen wir schon seit Ewigkeiten, Tag für Tag kübelweise in in allen Medien bis zum Erbrechen serviert. Ich verstehe leider nicht warum sie in einem linken Forum wie "RED GLOBE" ihre Ansichten verbreiten,woll en Sie noch ein paar Unbelehrbare auf den rechten Weg bringen?
Ja man muß über Personen, über Fehler, Verletzungen,Ir rwege und natürlich auch über Verbrechen ,die im Namen des Sozialismus begangen wurden offen sprechen.Ich ziehe daraus aber nicht den Schluß das der Sozialismus zu verdammen ist. Ganz im Gegenteil... ich bin weiter der Überzeugung das der Sozialismus eine notwendige Perspektive ist. Wer die Geschichte und die Gegenwart
betrachtet muss eigentlich sehen mit welcher Menschenveracht ung, Erniedrigung
und maßlosen Gier der Kapitalismus sein Unwesen treibt.
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+9 #13 2011-11-15 23:31
Lieber Andreas Nikos,
ich weiß nicht, was für Sie "sozialistische Grundprinzipien " sind. Gehören Demokratie und Freiheit für sie dazu?

Falls Ja, so wurden diese Grundprinzipien nicht "zunehmend missachtet", sondern von Anfang an gleich abgeschafft.

Falls Nein, so beruhen Ihre "sozialistische Grundprinzipien " auf diktatorischen Prinzipien und verneinen damit grundlegende Menscherechte (freie Wahlen, Schutz der Menschenwürde, Meinungsfreiehe it etc.).

Manche der Genossen waren sehr wohl "böse". Es gab in der DDR psychische Folter und es gab auch die Genossen, die diese anwandten. Wenn Sie mal in Berlin sind, so schauen Sie sich doch mal die Gedenkstätte Hohenschönhause n (ehemalige U-Haftanstalt der Stasi) an. Oder lesen Sie die Berichte von ehemaligen Stasi-Häftlingen (z.B. Jürgen Fuchs).

Andere waren naiv (Ich glaube alles, was im ND steht.) oder arrogant (Was interessiert mich des Volkes Wille. - ICH bestimme.) oder empathielos.

Jedenfalls hatten die Mitglieder der Staatsführung der DDR erhebliche persönliche oder psychische Mängel, die sie für eine parlamentarisch e Aufgabe disqualifiziere n.

Keßler war auch kein bloßer Mitläufer. Er ist (auch) für den De-Facto-Schießbefehl verantwortlich, auch wenn es diesen in schriftlicher Form nicht gab. Er hat persönlich die Ermordung von DDR-Flüchtlingen zu vertreten. Unter seiner Führung wurden die Schützen belobigt und denen, die die Flüchtlinge nicht trafen, drohte Bestrafung.

Ich weiß nicht, wie Keßler denkt, ob er zynisch, empathielos, naiv oder nur dumm ist. Soweit ich weiß, hat er seine Verantwortung nie kritisch reflektiert (so wie z.B. Schabowski).

Wenn es solche Leute wie Keßler in der DDR nicht gegeben hätte, so hätte das DDR-Volk dieses System nicht so lange ertragen müssen.

Und deshalb habe ich für diesen Menschen nur Verachtung übrig.
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+9 #12 2011-11-15 22:44
Ja, es gab schwierige Bedingungen, z.B. große Umweltverschmut zungen in Bitterfeld und anderswo mit Pseudo-Krupp-Erkrankungen als Folge. Sobald dies aber Jemand öffentlich thematisiert hatte - so wie die unabhängigen Umweltgruppen -, wurde er von der Stasi überwacht und verfolgt.

Als ich aufwuchs, in den 80ern, da gab es keine Hoffnungen (mehr). Im Gegenteil - es wurde immer schlimmer: Verbot sowjetischer Zeitungen und Filme, Grenzschließung nach Polen und CSSR, Biermann-Ausbürgerung, Verschlechterun g der Lebensbedingung en. Das Alles zum Höhepunkt der Karriere von Keßler.

Leidenschaft gab es in den 80ern nicht - eher Frust und Apathie.

Das funktionierende Sozialsystem war eher auf niedrigem Niveau und lag 10...20 Jahre hinter dem Gesundheitssyst em der BRD. Beim Sozialsystem darf man nicht vergessen, daß z.B. ein Bekannter von mir ein halbes Jahr im Knast saß wegen "Asozialität", nur weil er keine Arbeit hatte! (Er hatte nicht geklaut oder andere Straftaten begangen.)

Es gab Ausbilungsplätz e, Studienplätze und sichere Arbeitsplätze - ja, aber nicht für die, die allzu kritische Gedanken äußerten!

Bei Ihren Ausführungen zu Angst und Misstrauen stimme ich Ihnen zu. Das war aber kein Ausrutscher oder Fehler, sondern der wichtigste Grundpfeiler des Systems: als Erstes demokratische und freie Wahlen abschaffen und nicht für seine Ideen beim Volk werben, sondern dem Volk seine Ideen - notfalls mit Gewalt - aufzwingen.

Die DDR war von Anfang an ein Unrechtsstaat. Es gab keine Rechtsmittel gegen staatliches Handeln, es gab keine Verwaltungs- oder gar Verfassungsgeri chtsbarkeit. Wie früher unterm König, konnte man sich bei staatlicher Willkür nur als Bittsteller per "Eingabe" an den Staat wenden und auf des Königs Großzügigkeit hoffen. In der Regel blieb politische Willkür für die Handelnden folgenlos.
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+11 #11 2011-11-15 22:17
Lieber Andreas Nikos, Ihr Problem ist, das sie als Westler nur die Fassade der DDR gesehen haben und daher nur wenig Einblick in den DDR-Alltag hatten. Ich dagegen bin in der DDR aufgewachsen und habe den Alltag kennengelernt, der auch schön war, allerdings nur dann, wenn das DDR-System nicht in Erscheinung trat. Sobald man die DDR aber ernst nahm und hinterfragte und dies öffentlich tat, bekam man großen Ärger.

Kommunisten, wie Havemann wurden OHNE URTEIL willkürlich über Jahre unter Hausarrest gestellt. Das war staatliche Freiheitsberaub ung. Gab es etwas Vergleichbares - Hausarrest ohne Urteil - in der BRD?

Ich kenne keinen, der etwas Gutes an dem DDR-System findet, außer ein paar wenige ganz Naive oder Leute, die selber in das System verstrickt waren. Das Volk hat seine Meinung ja auch am 4.11.1989 auf dem Berliner Alexanderplatz eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht, nachdem die Staatsführung am 7.10.1989 noch das Volk von Polizei und Stasi verprügeln ließ.

Die ganze DDR war ein menschenrechtsw idriger Fehler: Die Staatsführung hat an ihrer Bevölkerung ein Experiment durchgeführt (Ewige Lobpreisung und keine Kritik - dafür gibt es Essen und Trinken; wer dagegen verstößt, für den gibt es Berufsverbot oder Knast), ohne vom Volk die Erlaubnis dafür zu haben, und letztendlich gegen des Volkes Wille.

Das DDR-Volk war bloßes Objekt des Handelns der DDR-Führung und nicht selbstbestimmte s Subjekt. Der Einzelne zählte nicht. Es gab keine persönlichen Freiheiten. Das war völkerrechtswid rig.

Das war Diktatur und keine Demokratie - und zwar von Anfang an.

Das war keine gute Sache mit kleinen Fehlern. Das Ganze war ein einziger Fehler, weil es auf die Entmündigung des Volkes aufbaute.

Die Mehrheit der Arbeiter haben Ulbricht, Honecker, Keßler & Co. abgelehnt. Eine Minderheit hat sich getraut, dies öffentlich auszusprechen. Das war die DDR-Realität, wie ich sie überall in der DDR erlebt habe.
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-15 #10 2011-11-15 10:40
Lieber Immanuel...Ihr Problem ist, das sie die Dinge nur aus einer Richtung betrachten und dabei nur ein Negativbild der DDR zulassen können.Sie halten ihre Erfahrungen aus der DDR für die allein gültige. Ich habe andere Erfahrungen in der DDR gemacht.Ich hatte dort einige Familienangehör ige und auch auf Grund meiner Arbeit viele Menschen kennen gelernt die mir ein anders Bild der DDR vermittelt haben. Ich konnte sehen unter welchen schwierigen Bedingungen dieses Land aufgebaut wurde, welche Hoffnungen die Menschen hatten und mit welcher Leidenschaft viele Arbeiter sich in ihren Betrieben und Gemeinden einsetzten. Es gab ein funktionierende s und vorbildliches Sozialsystem. Es gab Ausbilungsplätz e,Studienplätze und sichere Arbeitsplätze.
Bei diesem Versuch eine neue Gesellschaft ohne Kapitalismus aufzubauen wurden aber auch schwerwiegende Fehler gemacht. Es gab Ungerechtigkeit en und staatliche Willkür. Es gab, und das ist der Hauptgrund für das Scheitern , Angst und Misstrauen der politischen Führung in die eigene Bevölkerung.Die zunehmende Missachtung der sozialistischen Grundprinzipien wurden oft verletzt,aber nicht weil die Genossen so böse waren, sonder aus lauter Angst das die DDR und damit der Sozialismus scheitern würde... Aber es war natürlich auch nicht so einfach ein Land aufzubauen,das einen so reichen Nachbarn hat,bei dem scheinbar alles möglich war und der andererseits alles, aber auch alles dafür tut seinen Nachbarn das Leben schwer zu machen.
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0 #9 2011-11-14 23:16
@Klaus Schreiber

Schöne Satire, die es auf den Punkt bringt!
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+13 #8 2011-11-14 23:14
Nachtrag: Als ehemaliger DDR-Bürger reagiere ich sehr empfindlich darauf, wenn mir jemand einreden will, wie schön es sich in der DDR-Diktatur gelebt haben soll, nur weil niemand hungern mußte. Meine Erfahrung ist anders.

Heinz Keßler ist - jedenfalls unter moralischen Gesichtspunkten - ein Verbrecher, weil er aktiv die verbrecherische DDR-Diktatur unterstützt hat, auch wenn er sich Verdienste in der Zeit des Faschismus erworben hat. Niemand hatte das Recht, sich über andere zu stellen und diesen die Ausreise zu verwehren. Staatsbürger sind kein persönliches Eigentum der Staatsführung, auch nicht eines Heinz Kessler.

Und als Angehöriger der DDR-Staatsführung war Keßler auch mitverantwortli ch für die Verbrechen der Stasi.

Dass Keßler in Saus und Braus gelebt hat, habe ich nie behauptet. Die DDR-Führung hat sich zwar meist ungerechtfertig te Privilegien gegönnt, aber sonst kulturell meist armselig gelebt.

Und dass die DDR-Staatsführung inkl. Keßler nicht die Interessen des Volkes vertreten hat, hat sich ja eindeutig bei der ersten freien Wahl am 18.03.1990 gezeigt, als das Volk die SED/PDS und die Staatsführung für 40 Jahre Diktatur abgestraft hat.
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+10 #7 2011-11-14 22:58
Lieber Anreas Nikos,
Sie schreiben: "In dieser Partei sind und waren viele aufrichtige Kommunisten mit einer sehr bewegten Geschichte, die sich immer für die arbeitenden Menschen eingesetzt haben ..." Aber: In den 40 Jahren DDR hat sich die DKP NIE für, sondern nur GEGEN die arbeitenden Menschen in der DDR eingesetzt, indem es völlig kritiklos die DDR-Diktatoren Ulbricht, Honecker & Co. gelobhudelt hat.

Sie schreiben: "Dann gleich wieder nach dem Krieg wurden viele ihrer Genossen in bundesdeutsche Gefängnisse gesteckt,die Partei verboten, man zerstörte ihre berufliche Existenz, verfolgte und diffamierte sie........ " Sie vergessen, die Kommunisten und Antifaschisten, die in DDR-Gefängnisse gesteckt, deren berufliche Existenz in der DDR vernichtet wurde, weil sie es wagten selber zu denken und Wahrheiten auszusprechen. Die DKP hat auch dies begrüßt.

Sie schreiben: "Bestimmt ist es auch nicht klug Heinz Keßler als DKP Kandidaten in Berlin aufzustellen ..." Es ist nicht nur "nicht klug". Es ist eine Verhöhnung der ostdeutschen Bevölkerung und der Angehörigen der an der Grenze Ermordeten. Nachdem sich 1989/1990 die DDR-Bevölkerung endlich von Honecker, Keßler & Co. befreit hat, ist es eine Frechheit, diesen Keßler der berliner Bevölkerung als Kandidaten anzubieten. Zum Glück ist die Berliner Bevölkerung nicht so dumm, und ließ die DKP bei um die Null Komma Nichts Prozent abblitzen.

Und nun zu den Verdiensten des Heinz Keßler. Welche Verdienste aus der Nazi-Zeit rechtfertigen es, nach diesem Krieg als führender DDR-Politiker mitzuhelfen, 16 Millionen DDR-Bürger einzusperren und zu unterdrücken.

Daß er mitgeholfen hat, das DDR-Volk einzusperren, und daß er wegen der Morde an der DDR-Grenze verurteilt wurde, ist doch wohl Fakt und keine Propaganda.
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