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Gaddafi: »Sieg oder Tod!« |
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Libyen
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Mittwoch, den 24. August 2011 um 08:34 Uhr |
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Der libysche Staatschef Muammar Al-Gaddafi hat sich in der Nacht über den weiter arbeitenden staatlichen Rundfunk an die Bevölkerung gewandt. Einem Bericht des russischen Fernsehsenders Russia Today zufolge, begründete Gaddafi die Aufgabe des Gebäudekomplexes Bab Al-Aziziya im Zentrum von Tripolis, der gestern von den Rebellen eingenommen wurde, als taktischen Schritt. Die Residenz, in der Gaddafi von westlichen Medien vermutet worden war, existiere praktisch nicht mehr, nachdem sie von NATO-Bombern 64 Mal angegriffen worden sei. Gaddafis genauer Aufenthaltsort ist nach wie vor unbekannt. In seiner Ansprache erklärte der Staatschef, der Kampf gegen die Aggressoren gehe weiter. Es könne nur »Sieg oder Tod« geben.
Regierungssprecher Moussa Ibrahim kündigte im Fernsehsender Al-Orouba TV an, Libyen werde zu einem Vulkan werden. 12.000 Stammesangehörige seien auf dem Weg nach Tripolis, um die Aufständischen zu bekämpfen. Die Aggressoren unterschätzten die Kraft des libyschen Volkes. Seine Regierung sei bereit und in der Lage, den Kampf noch »Monate oder Jahre« fortzusetzen.
Nach Angaben der Rebellen sollen in den vergangenen drei Tagen rund 400 Menschen bei den Kämpfen um Tripolis getötet worden sein, 2000 seien verletzt worden. Andere Schätzungen gehen von weit höheren Opferzahlen aufgrund der Gefechte und der weiter anhaltenden NATO-Bombenangriffe aus.
Gegenüber Russia Today erklärte der Friedensaktivist und Journalist Don DeBar, es sei praktisch unmöglich zu überprüfen, wie wahr die Aussagen Gaddafis oder der Rebellen seien. Klar sei jedoch, dass die westlichen Medien nachweislich Lügen verbreiteten. »Gaddafi hat dem Volk Libyens seine Waffenarsenal geöffnet, mehr als eine Million Gewehre und andere Waffen sind der Bevölkerung von Tripolis übergeben worden. Die angeblich fortschrittlichen Medien in den USA haben behauptet, Gaddafi sei ein verhasster Diktator und dass dies eine echte Volksrebellion sei. Aber ein Diktator würde dem Volk doch keine Gewehre geben und sagen: Bitte, verteidige mich!«
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