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Der Krieg von Frankreich, Großbritannien, den USA und Spanien gegen Libyen hat bislang mindestens 90 Menschenleben gefordert, rund 200 Menschen sollen verletzt worden sein. »Genau darauf, auf zivile Opfer, setzt Gaddafi«, hetzt das ZDF soeben zum Krieg, als wenn es nicht die »Demokraten« des Westens wären, die unter dem Mantel der »Durchsetzung einer Flugverbotszone« Krieg gegen das nordafrikanische Land führen. Demgegenüber berichtet der TeleSur-Korrespondent in Libyen, Jordan Rodríguez, dass eine Bombe ein Krankenhaus getroffen und 25 Patienten getötet habe. Ausländischen Korrespondenten wurde ein Besuch dieses Hospitals jedoch verweigert. Auch den Ort, an dem die Trümmer eines von der libyschen Luftabwehr abgeschossenen französischen Kampfflugzeugs niedergegangen sein sollen, durfte Rodríguez nicht sehen.
Auch wenn Deutschland offiziell nicht an diesem Krieg beteiligt ist, dienen die Stützpunkte der US-Armee in diesem Land wieder als Basis für die Aggression. In Stuttgart, dem Sitz des US-Afrikakommandos, erklärte dessen Sprecher Kenneth Fidler am Sonntag, dass 19 US-Flugzeuge Ziele in dem nordafrikanischen Land angegriffen haben.
Staatschef Gaddafi kündigte an, den ausländischen Aggressoren nicht nachzugeben. Libyen rüste zu einem langen Krieg, in dem Libyens Volk »nicht aufgeben und siegen wird«. Er kündigte an, dass die Behörden Waffen aus den Depots an die Bevölkerung verteilen werden. So sollen »eine Million Bürger« bewaffnet werden, kündigte die staatliche libysche Nachrichtenagentur JANA an.
Unterdessen rückt die Arabische Liga, deren Forderung nach einer »Flugverbotszone« die willkommene Rechtfertigung für den Krieg war, von der Allianz mit den Imperialisten ab. Der Generalsekretär der Liga, Amr Mussa, kritisierte, die Luftangriffe gingen über den Rahmen des gesetzten Ziels hinaus. »Wir wollen einen Schutz der Zivilisten und keine Bombenangriffe auf sie«, sagte er am Sonntag auf einer Pressekonferenz in Kairo.
Auch Russland, dass im Sicherheitsrat dem Krieg zwar nicht zugestimmt, ihn aber auch nicht per Veto verhindert hat. rief zur Einstellung »unselektiver Gewaltanwendung« in Libyen auf. »Eintreffenden Berichten zufolge wurden bei den Luftangriffen auf Libyen unter anderem Schläge gegen nichtmilitärische Objekte« in mehreren Städten Libyens unternommen, erklärte der offizielle Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Lukaschewitsch. »Als Folge wurde laut diesen Meldungen 48 zivile Einwohner getötet und mehr als 150 weitere verletzt. Ein kardiologisches Zentrum wurde teilweise zerstört, auch Straßen und Brücken wurden beschädigt… In diesem Zusammenhang fordern wir die entsprechenden Staaten nachdrücklich auf, die unselektive Gewaltanwendung einzustellen.« Dabei gehe Russland »strikt davon aus, dass das Mandat, dass sich aus der Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates ergibt, nicht für Ziele gebraucht werden darf, die eindeutig über den Rahmen der Resolution hinausgehen, welche ausschließlich Maßnahmen zum Schutz der zivilen Bevölkerung vorsehen«.
Auch Venezuelas Präsident Hugo Chávez fordert erneut eine Einstellung der Aggression gegen Libyen. Nur wenn der Imperialismus verschwinde, könne Frieden auf der Welt herrschen, so Chávez. »Aus Venezuela und aus der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerika - ALBA - wiederholen wir unsere Botschaft des Friedens, denn die beste Weise, einen internen Konflikt in einer Nation zu lösen, ist nicht, Bomben auf sie abzuwerfen.«
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